Dr Schorsch vrzählt vom 5. Dezember 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Jetzt em Advent isch di Zeit komma, sich übr di wirklich wichtige Sache Gedanke zom mache. Noi, i moin net di Frâg’ was die Geburt von dem Chrischtkendle vor meh’ als 2000 Jâhr in dr heutiga Zeit mit Terror ond Flucht von Milliona von Menscha weltweit für ons bedeutet. I moin, di alles entscheidende Frâg für Weihnachta: Truthahn odr Gâs? Odr vielleicht doch a gfüllte Kalbsbruscht odr an Saurabrâte? Ois isch en dr Familie vom Schorsch oschtrittig, ebbes Vegetarisch’s kommt net en d’Kachel. Ond drmit’r bei etwaige Diskussiona mit Radikal-Veganer au schnell dia richtige Argument bei dr Hand hât, hât sich dr Schorsch des Buch „Tiere essen dürfen – Ethik für Fleischfresser“ von Florian Asche besorgt ond au scho a weng dren gschmöckert. Scho uff de erschte Seita wird oim drbei klar, worom es Vegetarier und Veganer gibt: En de vrgangene 50 Jâhr hat’s tiefgreifende Konflikt zwischa de Jonge ond ihre Eltra geba. In den 60er-Jâhr isch’s om die bürgrlich Betulichkeit gânge ond mr hât „Ho-Ho-Ho Chi Min“ gschria ond en Kommuna mit freir Liebe glebt. En de 70er-Jâhr hât mr „Atomkraft? Nein Danke“ uff sei Enta odr R4 bebt, weitere zehn Jâhr spätr war mr friedensbewegt ond hât gegen Mittlstreckaraketta demonschtriert. Blöderweis’ isch en de 90er-Jahr dr Kommunismus gscheitert. Heut’ machet konservative Regieronga sozialdemokratische Politik ond sozialdemokratische Regironga setzat wirtschaftsliberale Reforma durch. S’gibt koine Feinbildr meh’ wia dr Strauß, dr Kohl, dr Wehner odr etwa d’Margaret Thatcher. Dr jonge Mensch’ muss sich zwangsläufig frâga, gega wen ond für was mr no kämpfe kennt. En ra Gsellschaft von Leut’, wo satt ond gwärmt send, wo mr gsichert und befriedet sei Auskomma fendet, dâ wird di Frâg, wen mr den uff Teufl komm raus beglücka kennt, schwer. Zom Glück gibt’s d’Viechr. Dia ausbeutete, gschondene Kreature sind jetzt die „Sklaven des 21. Jahrhunderts“ ond dia Vrfolgte dr demokratischa Welt. Also rettet mr dia, wenigschtens uff em Tellr. I woiß jetzt zwar emmer no net, was es an Weihnachta zom Essa gibt, i wünsch Euch abr trotzdem a guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Dr Schorsch vrzählt vom 28. November 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Ja, is den heut’ scho’ Weihnachten, hât di ehemalig Lichtgschtalt em deutsche Fußball, uff di jetzt a richtigr donklr Schatta gfalla isch, vor a paar Jährle gfrâgt. Noi, no net ganz, abr am Denschtich fangt dr Dezembr a. Des isch bekanntlich dr zwölfte Monat em Jahr ond deshalb sott mr sich mâl mit der Zahl „Zwölf“ ausanandr setza. Weil di isch scho ebbes Bsonders, di gibt’s en älle Kultura, mir lebat eigentlich em ma Zwölfer-Rythmus. So geltat zwölf Mal fenf Herzschläg en dr Minut’ als optimale Frequenz, zwoi Mal zwölf Stond machet onsern Tag aus, onsere klois Planetle kreist ennerhalb von zwölf Monat oimal om d’Sonn’, ond zwölf Tierkreiszeicha zierat s’Firmament. Wia mir ons bewegat, wird von zwölf Gehirnnerva gschteuert, onser Herzle schlägt vor zwölf Bruschtwirbl, onsr Darm fangt mit am Zwölffengrdarm a, zwölf von 20 Amminosäura kâ onsr Körper selber herschtella, onsr Skelett macht zwölf Prozent vom Körpergwicht aus – außer bei dene von ons, wo „bsonders schwere Knocha“ hen, wia se gern dr hohe Ausschlag uff dr Waag’ begründat. Zwölf Mittlfuaßknocha helfet ons beim Laufa, ond s’Bescht: Mir regenerierat onsre Körperzella ennerhalb von zwölf Monat, danâch send mir wia neu.

Glotzed mr a bissle übr onsr Tellrrand naus: em Buddhismus hât dr Rat vom Dalai Lama zwölf Mitgliedr; d’Japânr, d’Inder, d’Bengala, d’Griecha, d’Römr oder d’Hethitr henn älle zwölf Hauptgöttr. Dr König Arthurs hât an seinr Tafelrond zwölf Rittr vrsammelt ghet ond des „Zwölftafelgsetz“ isch di ältescht römisch Rechtsufffassong. Dia Kaaba, des Heiligtum vom Islam, isch a kubischr Schtoi mit zwölf Kanat, des hemmlische Jerusalem hât zwölf Tor’ aus Perla ond zwölf Grondschtoi mit de Nâma von de zwölf Aposchtl ghet.

Ond dâ send mr jetzt bei de zwölf Jöngr vom Jesus âkomma ond au en dr Adventszeit, di jetzt âgfanga hât, ond in dere mir ons uff di Geburt von dem Chrischtkendle freiat.

I wünsch’ Euch a guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Märchenfescht in der Kaywaldschule

“Wir sind einzigartig” ist das Motto des diesjährigen Basars in der Kaywaldschule in Lauffen.  Auf Einladung des Fördervereins der  Schule für Kinder und Jugendliche mit geistiger und körperlicher Behinderung im südlichen Landkreis Heilbronn beteiligte sich das O.K.-Duo sehr gerne an diesem öffentlichen Schulfest, zu dem hunderte von Schülern, Ehemalige, Eltern, Verwandte und Lehrer kamen.

Besonders gut kam bei dieser Veranstaltung das Märchenrätsel mit 17 Skulpturen und Miniaturen von Martin Optiz an. Auch das rezitieren der schwäbischen Märchen stieß auf großes Interesse:

Märchenfescht beim Basar der Kaywaldschule.
Märchenfescht beim Basar der Kaywaldschule.

Signet

Heilbronner Stimme vom 24. November 2015
Heilbronner Stimme vom 24. November 2015

Dr Schorsch vrzählt vom 21. November 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Was isch bloß mit onsere Griecha los. Mr hört gar nex me von dehne. Noi, s’gâht net om dr Alexis Tsipras ond des Geld, wo dia Helena net henn odr bessr brauchet. Dr Schorsch moint dia viele Taverna, wo vor net amol zwei Jahrzehnt’ fascht an jedr Eck’ uffgmacht henn, ond wo mr dia legendäre Hirtaspieß, Baurasalat odr Gyros ond Zaziki mit ma Ouzo odr ma Metaxa (mit fenf odr gar sieba Stern’) nondrgschwenkt hât. Irgendwia hât mr des Gfühl, dia send älle vrschwonda.

Dr oinzige Griech’, wo mr sei Leba lang en Erennerong hât, des isch doch dr alte Pythagoras. Ihr wisset, des isch der, wo den fundamentala Satz dr euklidischa Geometrie gfonda hât: a²+b²=c². Was soviel hoißt, em ma rechtwenkliga Dreieck isch dia Summe von de Quadrat über de Katheta gleich dem Flächainhalt vom Hypotenusa-Quadrat. Älles klar, odr? Der Lehrsatz vrfolgt oin sei Leba lang, au uffgweckt Mitte en dr Nacht kâ mr a²+b²=c² uffsage. Ond weitr? Nex! Mr woiß wirklich net, für was mr des Herrschaftswissa em Lebe braucht. S’hilft net beim Baua vom ma Voglhäusle, beim Trottwarkehra odr bei dr Steurerklärung. Mr woiß es halt, abr net worom.

I wünsch’ Euch a guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Dr Schorsch vrzählt vom 14. November 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Gotthilf Fischer ond Chorgsang, des isch ois, ond des kâ mr am Sonndich om 17 Uhr beim Jubiläumskonzert en dr Bönnigheimr Schtadtkirch’ erleba. Schwäbische Gsangverei’, em bsondera Maß Männerchör’, ond Weinliedr send au ois. Selber âmol etliche Jâhr gsonga, bschäftigt dr Schorsch seid viele Jâhr ois von de bekannteschde Liedr: „Aus der Traube in die Tonne.“ Für älle, dia net so textsicher send – schliaßlich wird ons Schwâbe nâchgsagt, mr däted bloß emmer dr erschte Vers kenna – jetzt dr komplette Text:

1. Aus der Traube in die Tonne,

Aus der Tonne in das Fass

Aus dem Fasse dann O Wonne,

In die Flasche in das Glas,

2. Aus dem Glase in die Kehle

In den Magen in den Schlund,

Und als Blut dann in die Seele,

Und als Wort herauf zum Mund.

3. Aus dem Worte etwas später

Formt sich ein begeistert Lied,

Das auf Wolken in den Äther

Mit des manchen Jubel zieht.

4. Und im nächsten Frühling wieder,

Fallen dann die Lieder fein,

Nun als Tau auf Reben nieder

Und sie werden wieder Wein.

Anatomisch gseah, wirft zerscht dr zwoite Vers a zua erläuternde Frâg uff: „Aus dem Glase in die Kehle, in den Magen in den Schlund.“ Mr muas sich dr Weg vom Wei’ jetzt amol genau vorschtella, denn hoißt denn des net, dass beim fröhliche Zecher – womeglich in vorgrücktr Stond’ – dr von ihm gschlotzde Wein für an Brechreiz (mit net näher bschriebene Folga) gsorgt hât? Wobei em Wortsenn dr zwoite Vers-Teil, „und als Blut dann in die Seele und als Wort herauf zum Mund“ des no verstärkt.

 

Dr Schorsch vrzählt vom 7. November 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Mensch, Leut’. Was henn mr en de letzschte Tag’ für an wondrbara Herbscht ghet. Scho am früha Morga send dia Nebl vrschwonda, d’Sonn hât gscheint, dia Blätter uff de Bäum’ henn sich en de prächtigschte Farba zeigt – ond send uff dr Boda naghagelt. Om des älles zom vrleba, dâ muas mr zeitig aus dr Bettlad’ nausschprenga. Em Hoimatort vom Schorsch fällt des leicht. Weil des Wei’dörfle hât dr Âspruch, älles muss saubr ond akurat sei, ond des bunte Herbschtlaub muss schnell entfernt werda. Anders isch des nämlich net zom erklära, worom di fleißige Schaffer vom Bauhof scho um 7.19 Uhr mit am uff d’Schulter gschnallta Laubschtaubsaugr onderwegs send ond mit dem lautschtarke Höllagerät dia Blättle aus de gmoindeoigena Pflanzflächa an de Trottwar wegblâset. Des isch prima, des macht’s schee ond mr hât als ofreiwilligr Frühuffschteher ebes vom Tag.

Dr Schpätleng isch jetzt au dr richtige Zeitponkt zom Ernta von des selber âbaute Pfefferoni, weil je längr mr dia am Schtock lässt, omso schärfr werde dia Kerlesla. Des hât wohl a bsonders Schlaule net gewisst, ond deshalb beim ma große Intrnetvrsand sich an Pefferspray bschtellt. So richtig zfrieda isch’r abr scheints net gwä, weil er hât sei Bschtellong bloss mit zwoi Schternla bewertet, sei Begründong wiedrom hât d’Leut em Intrnet besonders gfreut: Des Produkt sei vrbesserungsfähig, weil wia’r seine Steak uff am Grill mit dem Pfefferspray gwürzt hât, dâ sei die Dosierung doch a bissle schwierig gwä, ond außrdem häb dr Pfefferspray au a bissle an komischa Gschmack.

I wünsch’ Euch a guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Dr Schorsch vrzählt vpm 31. Oktober 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Zwoi Sacha henn en dera Woch’ dr Schorsch so richtig zornig gmacht. Noi, net dr Alex mit seine Schtolperer aus Bad Cannstatt. Dâ henn doch am Mondich dia Grasdackl von dr Weltgsondheitsorganisatio (WHO) so richtig oin nausghaue: wenn mr reglmäßig Wurscht odr Schenka esse dät, nâ dät sich des Risiko von Darmkrebs erhöha. Jesses noi, etliche henn da Zuständ’ kriagt ond sich scho als Gsälzbrotesser gseah ond sich en schaurige Bildr a Zukonft mit Rüba, Hafrkecks ond Tofu-Floisch-Küchla ausgmâhlt. Onsre badische Brüdr ond Schwestra vom Schutzvrband Schwarzwäldr Schinkaherstellr henn uffschria, onsere italienische Schinka- ond Salâmi-Herschteller henn gar vom ma „Floischterrorismus“ gschwätzt. Ond was isch am Freitag bassiert?

Dia Kerle von dr Internationala Krebsforschongsagentur, wo zur WHO ghöret, rudret wiedr zrück. Mr häb’ koin völliga Vrzicht uff Wurscht vorgschlage. Vielmehr häb’ mr sage wölle, wenigr Floisch ond Wurscht dät’s Krebsrisiko vrrengra. Dâ send se nâ au wiedr ganz näh bei onserm Minischterpräsident. Weil der hât jâ gsagt, wenn mr an Sack’ Grombiera uff oimal essa dät, nâ müsst mr auch schterba.

So richtig narret isch dr Schorsch abr am Mittwoch worde, weil dâ hât dr Gmeindrat von Kressbronn bschlossa: Ab dr nächschte Saiso dürfte Kloikender em Strandbad am Bodasee nemme nackig bade. Mr dät des mache, om dia Kendle vor Fotos mit pornografischa Hendrgrond zom schütza. Ja, henn se denne Kressbronner Komunalpolitikr eigentlich s’Hirn klaut ond kennet dia sich nemma dra erennern wia se als kloine Bettsoicher gern onda rom blutt em See pflanscht henn? Richtig bleed isch’s nâ worda, wenn mr na dia Rechtfertigong vom Kressbronner Schultes lesa muss. Er dät sich von dem Âblick von den nackige Kendle gschtört fühle, isch oi Grond für die Entscheidong gwä. Dâdrvo isch’r der Grassdackl nâ an Tag schpäter wiedr abruckt mit dem Argument: Kloine Kendla häbet koine Wendla â, ond deshalb dätet se jâ au en d’Sandkäschte odr uff andre Schpielgerätschafte biesla – ond des sei jâ recht ohygienisch. Ois isch klar, mit meim Enkele gang i jetzt uff koinfall nach Kressbronn zom Urlaub macha. Liabe Leut’, wo send mir nâhkomma? Wia isch bloß aus „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ aus onsrer Jugend „Prüderie, Rooibos-Tee ond Helene Fischr“ worda?

I wünsch’ Euch a guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Es gâht weiter

Signet

Liabr Freind,
a oglaubliche Vrâstaltong stâht jetzt â:

S’Märchenfescht isch vom 15. bis 17. Oktober ond vom 22. bis 24. Oktober em Breuningerland em Tammer Feld. Bei dr “Tee- ond Kräutergalerie” wird onser Märchenfescht gfeiert.

Ond s’Beschte isch: Des koschtet Euch nex.

SignetOnd s’Allerbescht isch: s’ “Märchenbuch No. 1” isch fertig!

Dâhanna gibt’s meh’ Infos.

Signet

Premiere für’s Märchenfescht isch vorbei:

Martin Opitz, Jürgen Kund und Marie Opitz beim der Märchenfescht-Premiere in Freudental. Danke an Martin Kalb (BZ) für das wunderbare Foto.
Martin Opitz, Jürgen Kunz und Marie Opitz bei der Märchenfescht-Premiere in Freudental. Danke an Martin Kalb (BZ) für das wunderbare Foto.

 

S’erschte Foto von dr glongana Veranstaltong am 17. Mai. Bald gibt’s no meh’ Impressiona. Â ganz groß’ Dankschee an älle, wo drbei wartet. Hier gâht’s zom Artikel en dr Bietigheimer Zeitung.

Dr Schorsch vrzählt vom 17. Oktober 2015

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Heut’ soll mâl onser französche Seit’ a bissle ondersucht werda. Emmr wiedr send dia Kerle von dr “Grand Nation” bei uns durchdappt, Hugenotta hend ihr Zuaflucht bei ons gefonde, beim Adel en Württemberg isch ettliche Jâhr s’Französisch ganz elegant gwä ond s’hât au reichlich Studenta geba, wo ebe fränzösisch gschwätzt henn. Uffgschlossa, wia mir Schwâbe no mâl senn, henn sich viele französische Begriff en onsern Dialekt neigschmuggelt. Wobei viele heut’ gar nemme gsagt werdet oder schlicht weg obekannt senn.

Blaffo (französisch Plafond) für Zemmedecke, Schässlo (Chaisse longe) für Sofa odr Sudrai (Souterrain) für Keller, des saget bloß no wenig Schwâbe. Mit ma Plümmo (Plumule) deckt sich heut’ kaum no jemand em Bett zua, als Bagasch (Bagage) will nermeds bezeichnet wera, aber Kurasch (Courage), des henn mr älleweil. Dr Bodschamber (Pot de chambre – Nachtopf), sella braucht mr heut’ au nemme, Wie gern dät mr um am Troddwar (Trottoir) am Zirenka-Busch (Sering) vorbei flanierra (flaner), mit seim Kendle uff dr Gautsch’ (couche) schaukla. Ond au wenn mr net schenant (genant) ond wief (vif) isch, na sott net obedent mit ra Ragall (Racaille) – am ma bösa Wei’ eba- uff em Troddwar (Trottoir) omandr flanierra (flaner). Wenn mr’s allerdeng präsannt (pressant) hât, nâ sott mr ratzputz (rasibus) sei Gugommber-Gmüs’ (concombre = Gurke) auslöffla, weil des isch na scho a rechts Bläsir (Plaisir).

I wünsch’ Euch a guate Woch’ ond am Herrgott sein Sega