Das Ende des Bricklebrit in Walheim.

Unfassbar, unglaublich.

Mit Datum vom 4.12.2019 haben wir einen Brief von der Baurechtsbehörde im Landratsamt erhalten, in dem die Nutzung der bisherigen Vereinsgaststätte des Kleintierzuchtvereins Walheim als Kleinkunstbühne uns untersagt wird. Das bedeutet das Ende des Bricklebrit in Walheim, sicher aber nicht das Ende des Kulturprojekts “Das Bricklebrit e.V.”. Die Entscheidung trifft uns zwar hart (Architekten- und Umbaukosten von mehr als 10.000 Euro, mehr als 300 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder), wir werden aber sicherlich einen neuen Standort finden. Den allerdings in einer Gemeinde, die unsere Kulturarbeit Wert schätzt.

Kopf hoch, wir werden natürlich eine Lösung finden.

Nr. 233: Dr Schorsch vrzählt vom 30. November 2019

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Ach Gottle, wia schee. Oabhängig von dr CO2-Bilanz ond dem dâraus resultierenda Weltondrgang knallet dia elektrische Adventslichtr jetzt wiedr en d’Nacht nei. S’isch a wahre Pracht, wia die Innastädt, dia Vorgärta, Fenschtr rond Fassada wiedr strahlet. Ganz egal, ob dene Stromzählr, sehr zur Freid von dr EnBW, schwendlig wird, s’wird en dr Adventszeit beleuchtet, was sich net drgega wehra kâ. Au dr Schorsch isch ganz beseelt, hât’r doch vier osennig scheene alte Theaterscheiwerfr für sei Kleinkunstbühne gschenkt kriegt. Nuffgnagelt an Decke, professionell vrkabelt ond jedr oinzle steuerbar, machet dia uff dr Bühne so a wonderbars Licht. Ondr dem männlich belegta Überbgriff „Jedem Mâ sei Eisabâh’“ freut sich dr Schorsch wia a klois Kend übr diese bühnentechnische Erongaschaft, ond er stellt sich vor, wia des wohl wär’, wenn irgendwann mit dene Scheiwerfr au Künschtlr uff der Bühne ens rechte Licht gsetzt werdet. S’dauert halt no. Ond so schaltet Schorsch oifach so seine Bühnascheiwerfr â. Vielleicht gâht jâ irgendoim dâmit bald a Licht uff.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Ein ganz dickes Dankeschön an unsere “Trümmerfrauen” und unsere “Arbeitsbiene”

Es war eine Monsteraktion, die unsere selbsternannten “Trümmerfrauen” und unsere “Arbeitsbiene” am Montag, 2. Dezember, in stundenlangem Einsatz geleistet haben. Tünde, Sonja, Rose und Getrude sowie Albrecht entrümpelten die Alte Kelter und stapelten den Sperrmühl zur Abholung bereit. Ein ganz, ganz dickes Dankeschön dafür.

Exklusives Geschenk und Bricklebrit-Unterstützung

Bis Mitte Dezember ist bei den öffentlichen Veranstaltung im Bricklebrit Stille. Dennoch braucht unser Verein Einnahmen.

Unser Vorsitzender Jürgen Kunz hat sich deshalb entschlossen, 100 seiner schwäbischen Märchenbücher zugunsten des Bricklebrit zu verkaufen: Beim Preis von 15 Euro pro Buch, bleiben nach Abzug der Produktionskosten immerhin 5 Euro in der Kasse des Bricklebrits.

Wer also noch ein schönes Geschenk für Weihnachten sucht, kann einfach per E-Mail:  vorstand@das-bricklebrit.de das “Märchenbuch No.1 ” bestellten. Das oder die Bücher werden nach Überweisung des Betrags per Post geliefert.


Märchenbuch No.1: In schwäbischer Mund-Art,
Taschenbuch, Ersterscheinung:  3. September 2015

Lang isch’s her – über Generationen hinweg faszinieren Märchen Jung und Alt. Märchen sind immer topaktuell. Sie kennen unsere Ängste, Wünsche, Hoffnungen besser als wir selbst. Und sie wissen, wie weh Erwachsenwerden tun kann und wozu wir manchmal einen “Knüppel aus dem Sack” brauchen.

Vor rund vier Jahren hat der Mund-Art-Autor Jürgen Kunz die Märchen als seine mundartliche Spielwiese entdeckt. Nicht nur bekannte Kindermärchen hat der Autor ins Schwäbische übertragen, gerade die “unbekannten, schrägen Märchen”, die die Gebrüder Grimm in ihrer Sammlung versteckt haben, sind seine Favoriten.

Mit der Übertragung in die schwäbische Mund-Art erhalten die Märchen einen ganz besonderen sprachlichen, literarischen Reiz, getreu dem Motto des Journalisten und Mund-Art-Autors Jürgen Kunz: “Mund” heißt im Schwäbischen “Gosch”, “Art” kommt vom englischen “Kunst” – also verfasse ich “Kunscht für ond mit dr Gosch”.

Die Bietigheimer Zeitung schrieb über das erste schwäbische Märchenfescht: “…den Zuhörern gefiel vor allem Kunz’ Übersetzungsweise, der die Märchen nicht eins zu eins übertragen hatte, sondern ihnen einen eigenen, schwäbischen, Charme gegeben hatte: ,Dr bese Denger lebt nemmr’ beispielsweise, als der Wolf erlegt wurde.”

Märchenbuch No. 1, Format: 21×21 cm, 92 Seiten

Inhalt:

  • D’Lebenszeit
  • Rapunzel
  • Am Gockl sein Balke
  • Dr Wolf ond dia sieba jonge Goisla
  • Dia drei Faulenzr
  • Des tapfere Schneiderle
  • Dr goldene Schlüssl
  • Schorsch ond dr Bohnastengl
  • Dr Herr Kordes
  • Baba Jaga
  • Di omtriebig Lies’
  • Hänsl ond Grethl
  • Schneewittle ond dia sieba Zwerg
  • Schneeweißle ond Rosarot
  • Aladdin ond d’Wondrlamp’
  • Tischle, deck De

Stille!

Mit einstimmigem Beschluss des Vorstands unseres Vereins “Das Bricklebrit e.V. – 1. Mundart-, Lieder- und Geschichtenhaus” haben wir festgegelegt, alle öffentlichen Veranstaltungen im (fast fertig gestellten) Domizil im Dammweg  bis Mitte Dezember 2019 abzusagen.

In aller Stille werden wir das noch nicht abgeschlossene Umnutzungsverfahren abarbeiten.

Stille ist aber auch deshalb geboten, weil es inzwischen persönliche Anfeindungen gab, die unter anderem in einem Versuch meine berufliche Reputation zu beschädigen (glücklicherweise erfolglos) gipfelten. Begleiterscheinungen, die nicht akzeptabel und vor allem völlig unverständlich sind.

Denn, was wollen wir vom Verein “Das Bricklebrit e.V.”?

Wir wollen ein Kulturprojekt weiterentwickeln, welches wir mit hohem persönlichen Engagement aller Mitglieder selbst finanzieren, unter unserem Motto:

Kultur macht glücklich, bei uns findest Du dieses Glück.

Für alle Kritiker unseres Projekt hier nochmals unsere Präambel, die unsere ehrenamtliche Arbeit stetig begleitet und unser Ansporn ist:

“Mit Kleinkunscht, Lesungen, Musik, Schauspiel, Austellungen, Mitmach-Abenden und andre Aktiona wellet mir onsrer schwäbischa Identität, Kreativität ond Vielfalt a Hoimat geba. Mir wellet onser wondrbare Mundart ond onser schwäbisches Lebensgfühl gemeinsam pflega, ond send drbei weltoffa ond freuet ons uff Neues – so wie mir Schwâbe eba scho emmer send.”
Jürgen Kunz, November 2019

Nr. 232: Dr Schorsch vrzählt vom 16. November 2019

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

S’gibt Hoffnong. Bei viele stâht der dreimâlgscheite schwarze Bolla uff am Tisch, der uff fast älles a Antwort hât. Lampa aus ond âmacht ond wenn’s sei muss au no Musik spielt: Alexa hoißt des Apparätle des der riesige Hausrat-, Büchr, Film- ond sonstiga Bedarf-Lada Amazon uff dr Markt schmeißt. Vrmutlich schwätzt des elektronische Mädle bald schwäbisch. Es isch zwar net so, dass der Großgroßhändler aus Amerika endlich au vrstanda hât, dass Schwäbisch di Weltsprâch der Käpsala isch. Noi Amazon gibt – wohl aus dr Portokass’ – so rond 1,2 Millionen Euro für dr Cyber-Valley-Verbund en Tübenga aus, ond will dort zamma mit dem Max-Planck-Institut an dr Künstlicha Intelligenz (KI) forscha. Wia mr ghört hât, soll dabei auch Alexa weitrentwickelt werda – ond schwätzt nâ vielleicht Schwäbisch.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega

Asyl im Dreigiebelhaus in Besigheim

Seit fast einem Jahr ist das Gastspiel des Ensembels vom „TheaterAmFenster“ im Bricklebrit geplant. Da die behördliche Genehmigung für die Walheimer Kleinkunstbühne am neuen Standort im Dammweg noch fehlt, muss dort aber noch die Bühne leer bleiben. Das Dreigiebelhaus in Besigheim gewährt am Sonntag, 17. November, ab 18 Uhr „Asyl“ und macht es möglich, dass die Theatertruppe dort ihr Stück „Charles Bukowksi – Eine literarische Performance mit Musik” präsentiert.

„Bukowski muss sein! Denn Bukowski ist Kult!“, davon sind die Schauspieler Rüdiger Erk, Emily Zundel, Boris Rodrigues und der Musiker Jannis Schmidt überzeugt. Also ziehen die drei Schauspieler und der Musiker aus, um das Bukowski Geheimnis zu erforschen. Welches Geheimnis? Sind die Texte wirklich genial? Ist seine Horrorjugend der Schlüssel zum Erfolg? Was ginge ohne Alkohol – ach nein, mit. Was ist ein Bukowski-Mädchen?

Hundert Mal gestellte Fragen, hundert Mal beantwortet. Immer spannend, heißt es in einer Ankündigung.

Karten für die Theaterperformance gibt es an der Abendkasse (15 Euro) im Dreigiebelhaus von Charli Pflumm-Hölderlin in Besigheim, Marktplatz 4.

Die baurechtliche Genehmigung dauert noch

Es ist fast wie das amerikanische Murmeltier, dass in schöner Regelmäßigkeit wieder erscheint. Die baurechtliche Genehmigung zum Betrieb unserer Kleinkunstbühne im Dammweg dauert noch, also bleibt uns nur die schwere Entscheidung, die drei Veranstaltungen am Wochenende abzusagen bzw. zu verschieben:

  • Bricklebrit-Mitsingabend am Freitag -> abgesagt
  • Lesung mit Gunter Haug “Die Päcklessuppen-Dynastie” -> verschoben auf Sonntag, 19. Januar, 18 Uhr
  • Charles-Bukowski-Abend -> verschoben, neuer Termin wird noch bekannt gegeben.

Nr. 231: Dr Schorsch vrzählt vom 9. November 2019

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Heidanei, was send denn dia Tübenger Forscher für Käpsala: A Forschungsteam um Madelaine Böhme hât rausgfonda, dass dr uffrechte Gang net en Afrika erfonda worda isch, sondern em Ostalläu. Aus vrstoinerte Knocha vom ma Zwischadeng zwischa Aff’ ond Mensch henn se – wia au emmr dia des gmacht henn – festgstellt, vor meh’ als zwölf Milliona Jâhr isch der „Danuvius Guggenmosi“ scho uffrecht am ma Bachlauf omandr gloffa. Somit wird nex wenigr als die bisherig’ menschlich’ Evolition uff dr Kopf gstellt. Ond was bedeutet des? Nemma mr di Erkenntnis von Dr. Gerhard Raff zur Hand, wonach zu Schwaben au dia seit Napoleon völkerrechtwidrig ondr bayrischr Verwaltung stehenden Ostgebiet zwischa Iller ond Lech ghörat, nâ wird ois klar, was mr eigentlich scho emmer hät wissa könna: Mir Schwâbe hend also dr uffrechte Gang erfonda.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Hoffentlich das letzte ruhige Wochenende

Griaß Gott liabe Freind vom Bricklebrit,

wir haben die “Feuertaufe” mit dem Kirbewochenende mit Bravour, mit viel Spaß und mit großer Bereitschaft aller Mitglieder sich einzubringen wunderbar bestanden.

Jetzt müssen wir noch einige Hausaufgaben, zusammen mit unserem Architekten, erledigen, um die baurechtliche Genehmigung vom Landratsamt (hoffentlich) zu bekommen.

So wird es jetzt nochmals ein ruhiges (Veranstaltungs)-Wochenende, an dem wir räumlich und intern noch einiges erledigen können. Deshalb müssen wir:

  1. unsere “Aufspielen beim Wirt” für diesen Monat absagen
  2. das Schwäbisches Cabaret mit Duo Freile, Franz…! an diesem Samstag
  3. und “Auf ein Bier mit Hörmann” am Sonntag verschieben.

Kleinkunstbühne, Mitmachtage & Aktionen in liebevoll ausgestaltetem Ambiente (auch für private Feiern & Gruppenhocks) – Tel. (07143) 9568907