Jetzt ist es raus.

Umfänglich hat der Neckar- und Enzbote in seiner Freitagsausgabe über unser Bricklebrit berichtet. Was sollen wir sagen? Sofort gingen am Freitagvormittag überaus erfreuliche Reaktionen aus unserer neuen Heimatgemeinde ein. Wir freuen uns einfach sehr.

Jetzt heißt es für uns zu arbeiten, und zwar am Bricklebrit-Programm. Ihr dürft gespannt sein.

Hurra, wir sind ein Erligheimer Verein

Die Entscheidung der Mitglieder des Bricklebrit war bei der außerordentlichen Versammlung am Mittwochabend im Erligheimer Gasthaus “Grüner Baum” einstimmig: Der Verein “Das Bricklebrit e.V.” ändert seinen Satzung und verlegt den Vereinssitz nach Erligheim.

In der nächsten Wochen gibt es ein Gespräch mit Bürgermeister Rainer Schäuffele, dabei werden wir besprechen wo und wann wir in Erligheim unser Veranstaltungprogramm unserem treuen Publikum anbieten können.

Wir freuen uns sehr auf die Erligheimer, die uns bereits im Vorfeld dieser Entscheidung überaus freundlich und gespannt begleitet haben.

Idee ist zerplatzt.

Es war charmanter Plan: Das Bricklebrit wird Erligheimer Verein – und macht aus der schmucken Gemeinde ein Wein- und Kulturdorf.

Das Bricklebrit wollte aus Erligheim ein Wein- und Kulturdorf machen. Foto: Werner Kuhnle

Die Idee:  Bürgerhaus “Vordere Kelter” und die August-Holder-Halle  sollten mit dem Bricklebrit-Programm bespielt werden, die kaum noch genutzte “Kesselschenke” (an der August-Holder-Halle) könnte – wie ein Altgemeinderat im Gespräch angeregt hat – wieder mit Leben gefüllt werden, als Domizil und Kleinkunstbühne “Bricklebrit”.  Eingebunden sollten die fünf Erligheimer Weinproduzenten werden, ebenso die ehrenamtlich Aktiven von der “Kulturszene Erligheim”(KSE). Unzählige Gespräche wurde dazu in den vergangenen Wochen mit Erligheimer Gemeinderäten und einer Vertreterin der KSE geführt, und die Visionen dieses Projekts erläutert. Im nichtöffentlichen Teil der Januar-Sitzung des Gemeinderats wurden unsere Ideen als wünschenswert für die Gemeinde bewertet.  Bürgermeister Rainer Schäuffele und der stellvertretender Bürgermeister Joachim Obert hatten Jürgen Kunz und Dieter Bröckel (Vorsitzende des Bricklebrit e.V.) und Klaus Pirgl, Peter Ulrich (Vorsitzende des SKV) und Erwin Schock (SKV) zu einem Gespräch am runden Tisch eingeladen, um darüber zu sprechen, ob der SKV als Mieter der gemeindeeigenen “Kesselschenke” bereit zu einer Kooperation mit dem Bricklebrit wäre.

Dabei wurde deutlich, der SKV braucht für die Finanzierung seiner sportlichen Aktivitäten die Einnahmen aus der Vermietung der Kesselschenke für private Feiern. Der Vorstand des Bricklebrit hat daraufhin überlegt, wie das Bricklebrit für einen finanziellen Ausgleich für den Erligheimer Sportverein sorgen kann: Man war bereit, eine deutlich höhere Miete an die Gemeinde zu bezahlen, so dass die Mehreinnahmen von der Gemeinde dem SKV als Vereinsförderung zur Verfügung gestellt werden könnte. In einer dankenswerter Weise kurzfristig einberaumten Vorstandssitzung hat der SKV nun nochmals über diese Idee beraten, mit dem bedauerlichen Ergebnis, dass sich der Vorstand des SKV “eine Nutzung der Kesselschenke mit dem Bricklebrit nicht vorstellen kann”.

Das ist Schade.

Ratlosigkeit stellt sich nun bei den Verantwortlichen des Bricklebrit ein. Wir haben jetzt noch das Angebot der Gemeinde Erligheim gelegentlich das Erligheimer Bürgerhaus “Vordere Kelter” für Veranstaltungen nutzen zu können.  Dazu müssen wir natürlich ein Erligheimer Verein werden. Vielleicht ist dies eine kurzfristige Übergangslösung. Am Mittwoch, 19. Februar, 19.30 Uhr, gibt es dazu eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Bricklebrit im Erligheimer Gasthaus “Grüner Baum”.

Mal sehen.

 

Mit Orden belohnt

Inzwischen im fünften Jahr war unser “Schorsch” wieder als Schwäbischer Landbote an zwei Samstagabenden in der ausverkauften Bopparder Stadthalle in der rheinischen Karnevalsbütt’.  Es unterstützt damit auch die freundschaftliche Verbundenheit zwischen “Bricklebrit” und der 1955 gegründeten Karnevalsgesellschaft “Schwarz-Gold Baudobriga Boppard”.


Wer will,  kann hier die Büttenrede 2020 nachlesen:

Liabe Freind,
Es war ein Jahr,  grad’ zum vergessen,
sind vielen Fake-News aufgesessen.
Viel Irrsinn haben sie gemacht,
er wurd‘ gezündelt, es hat gekracht.
Ich muss es ehrlich Euch bekennen,
es fällt mir schwer, es spaßig zu benennen.
Doch nun auch im fünften Narrenjahr,
das ist für mich natürlich sonnenklar,
ist‘s Privileg und große Ehr‘ für mich als Schwab,
dass ich die Bütt in Boppard heut‘ für mich hab.
Wir leben in verrückten Zeiten,
Vernunft scheint allen zu entgleiten.
Zu wenig Hirn, das muss ich Euch jetzt sagen
Ist aller Orten zu beklagen.
Hab‘ viel überlegt und schnell notiert,
will ich Euch erklären was passiert.
Lehnt Euch zurück und bleibt gerne wach,
werd‘ nun berichten von mancher krassen Sach‘.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir leben in einer närrischen Zeit,
da ist die Regierung nicht mehr bereit,
ja, das muss ich Euch enthüllen,
ihr Tagwerk zuverlässig zu erfüllen.
Nur noch den großen weltpolitischen Fragen
geht unsere Bundes-Angela an den Kragen.
Beim täglichen Regieren fällt sie gar nicht mehr auf,
Rückzug und Abschied nehmen nur langsam ihren Lauf.
Doch zum Glück hatten das Land und die C-Partei
bis Montag das saarländische Heiopei.
Nach AKK stellt sich nun die Frage – verdammt,
sind wir schon bereit für einen Mann im Kanzleramt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Der Innenminister, wie heißt er doch gleich?
Ach ja der Seehofer, der ist auf dem Abstellgleis.
Und auch sei Parteikollege Scheuer,
ein Steuergeld-Verbrenner, einfach ungeheuer.
Derweil köpfen die Sozis den Scholz, ihren besten Minister,
und propagieren alte Ideen, wie die Philister:
„Eine schwarze Null“ in den Finanzen,
das finden sie doof, und lassen den Scholz einfach tanzen.
Darüber hinaus werden wir mit Mittelmaß gequält,
denn die SPD hat zwei Namenlose zur Parteispitze gewählt.
Nach dem Beben in der CDU
geben sie Ratschläge, das ist der Clou,
wir wissen genau, was bald passiert,
beim nächsten Stürmchen werden auch sie rasiert.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Das Tollhaus auf dem politischen Parkett,
wird durch die beiden Grünenchefs komplett.
Für was die beiden stehen, das ist nicht bekannt,
doch schaffen sie es ganz elegant,
mit Freundlichkeit und ganz viel Lächeln
dem Wahlvolk Zufriedenheit zuzufächeln.
Bei so viel Sympathie vergisst man gerne
Persönliche Freiheit, die liegt in weiter Ferne.
Von ihrer Selbstdarstellung sind sie ganz entzückt,
wir werden dabei mit Gängeleien beglückt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Was für einen Zirkus müssen wir erleben,
die Welt erlebt ein grausig‘ Beben.
Rechthaberei, das ist das Zauberwort
Respekt, der fehlt an jedem Ort.
Vernunft, die bleibt wohl auf der Strecke,
die Zuversicht zeigt sich als lahme Schnecke.
Was müssen wir von bösen Buben hören,
und auch von Messias gleichen Gören,
die Keile schlagen zwischen Jung und Alt.
Das lässt mich wirklich nicht mehr kalt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttichen Narren-Schell‘. HELAU

Bin ein wenig weise, mit nun 62 Jahr‘,
geschmückt mit alluminium-blonden Haar
so steh ich vor Euch in der Bütt der Narren,
und muss nun berichten von einem Karren,
der tief im Dreck der Extremen steckt,
denn statt Zuhören, werden die Messer gebleckt.
Vorwürfe werden posaunt, ganz ungeniert
und Ideen mit Vernunft einfach ignoriert.
Man sehnt sich nach Zeiten zurück,
als man gestritten hat um das gemeinsame Glück.
Ich konstatiere hier nun ganz verstört,
nur noch unflätige Schreihälse, die werden gehört.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttishen Narren-Schell‘. HELAU

Als vierfacher Opa bin ich nun eine „Umweltsau“,
und Gretel spricht vom Zukunfts-Klau,
den wir als Alte zu verantworten haben.
Das verblendete Mädle schaufelt damit einen tiefen Graben,
zynisch von anderen gedrängt und eiskalt,
zwischen bisher sich liebenden Jung und Alt.
Auch wir haben in den 70er-Jahren demonstriert
und unsere idealistischen Forderungen formuliert.
Haben gekifft und die freie Liebe gewollt,
und dennoch den Alten den nötigen Respekt gezollt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Man hört, die Welt geht unter und steht bald still,
wenn man der medialen Propaganda glauben will.
Wie gut, dass unsere Politik-Elite daran schafft,
und zwar mit aller ihrer Kraft,
dass unser kleines Heimatland,
wie es scheint mit wenig Verstand,
das Weltklima im Alleingang zu retten,
und legt dabei unsere Industrie in Ketten.
Das, was uns Wohlstand und Steuergelder bringt,
wird von der Politik gelinkt.
Mit größter Wonne und Macht
Zerstört man die Autobauer, so dass es kracht.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir sind beseelt, von Autos, den elektrischen,
ich krieg von so viel Dummheit, Flecken, die hektischen.
Strom braucht man zum Laden, in rauen Mengen,
doch wo dieser herkommt, kann ich nicht erkennen.
Schließlich hat man mit schneller Hand,
unsere Kernkraftwerke in den Orkus verbannt.
Den Braunkohlestrom, haut man oh Wonne,
auch noch schnellstmöglich in die Tonne.
So bleibt nur der Strom von der Sonne, der guten,
die wird hoffentlich die Dächer fluten.
Rettet der Windstrom die ganze Idee?
ich glaube nicht – aber es wäre schee.
So werden wird halt aus Rumänien und Polen
uns den nötigen Atomstrom holen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Ein Blick zu den Brüdern und Schwestern im ehemaligen Drüben,
der tut mir schon recht die Seele betrüben.
Seit drei Jahrzehnten haben sie Freiheit und dürfen wählen,
und jetzt erlauben sie, uns mit der AfD zu quälen.
Zukunftsideen, die findet man bei den Braunen nicht,
nur die Trumpfkarte Propaganda, die sticht.
Die gewinnen mit Nazi-Ideen und Hass,
dass dies von hier wieder kommt, ist unendlich krass.
Was sich aber CDU und FDP erlauben,
das muss einem den Atem rauben.
Mit den Stimmen der AfD wählen sie einen Ministerpräsidenten
Ohne letztendlich zu bedenken:
man macht sich nicht gemein – und zwar nie
mit Faschisten und Feinden unserer Demokratie.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Bezahlbare Wohnungen sind ganz schön rar,
man müsste viel Bauen, das ist sonnenklar.
Doch niemand hat dazu große Lust,
vielmehr gibt es bei Investoren großen Frust.
Man müsste Bauherren locken, damit sie Wohnungen bauen,
doch die sozialistische Planwirtschaft muss am zuerst verdauen.
In Berlin gibt es nun einen Mietpreisdeckel,
eine Idee von wirklich blöden Seckel.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir Deutschen sind ein komisch‘ Völkchen,
den selbst beim kleinsten Bedrohungs-Wölkchen
verfallen wir ganz selbstverständlich
in eine Panik und sind ängstlich.
Rinderwahnsinn oder Schweinegrippe
Wir sah’n uns gleich als siechendes Gerippe.
Auf jede noch seine kleine, weltweite Gefahr,
mediengehypt und nicht ganz wahr.
werden wir sogleich unendlich panisch,
so macht uns auch das Corona-Virus manisch.
Glaubt es mir, lasst Euch nicht blenden,
auch diesmal werden wir nicht im Siechtum enden.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Nach Auto, Kohle und auch Strom aus Atom,
ich vermut‘, ihr ahnt es schon,
werden unsere Bauern nun angeklagt,
zu widersprechen kaum einer wagt.
Jahrhunderte mit Müh und Plage
bestellten sie Felder und zwar alle Tage.
Uns ging es gut und wir wurden satt,
jetzt macht man unsre Landwirtschaft platt.
Unsre Versorgung ist nicht mehr wichtig,
konventionelle Landwirtschaft nicht mehr richtig.
Biologisch-dynamisch werden wir alle beglückt,
der Verstand einfach zur Seite gerückt,
wir tappen ohne Not in die Weltretter-Falle,
denn die Früchte des Ackers reichen nicht mehr alle.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Es ist vollbracht und kaum zu glauben,
was taten uns die Briten Nerven rauben.
Auf ihrer Insel haben sie sich jetzt vergraben,
das ist gut so, ich will sie auch nicht mehr haben.
Niemand braucht diese Inseltrollen,
mit Königkinder, die nicht royal sein wollen,
und der Prinz Andrew, der meint im TV er sei schlau,
dabei ist er nur eine Kinderschänder-Sau.
Was England macht ist mir nun einerlei,
mit größten Freuden sag‘ ich: Goodbye.
Jetzt werden alle die Messer wetzen,
und durch unzählige Beratungen hetzen,
EU und Briten haben nun ein Ziel,
jeder will wirtschaftlich den allerbesten Deal.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU
Es ist schwer, Trumps Dummheit komplett zu enthüllen,
das würde schließlich viele Seiten füllen.
Seine Freundschaft mit dem nordkoreanischen Rocketman,
ist was, was man getrost vergessen kann.
So richtig blöd war auf jeden Fall sein Plan,
ich sag’s Euch, er hat es wirklich so getan:
Ganz Grönland wollte er mit viel Dollars ersteigern,
und kann nicht verstehen, dass die Bewohner sich weigern.
Die Amis, die finden den Donald klasse,
schließlich klingelt bei den Reichen so richtig die Kasse.
Er lügt und betrügt, ist dabei den Weltfrieden zu vergeigen,
derweil sich seine Parteifreunde vor ihm verneigen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Zum guten Schluss ein kurzer Blick,
auf die Hautevolèe zurück.
Arroganz, Ideen und die Modewelt,
das war der Kosmos von Karle Lagerfeld.
„Wer Jogginghosen trägt“, dies hat er auserkoren,
„der hat die Kontrolle über sein Leben verloren“.
Nun ja, ich will mich gnädig geben,
er hatte doch ein erfülltes Leben.
Schiffer, Kidman oder de la Fressange, das waren seine Musen,
eine Katze am Abend blieb ihm zum Schmusen.
Viel Vermögen hat er der vermacht,
habe selten so über seine Dekadenz gelacht.
Auch ohne Schlabberlook und mit steifem Kragen,
muss er am Ende doch den Kontrollverlust beklagen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Ich sag‘s Euch auch heute wieder klipp und klar,
wir freuen uns auf dieses Jahr,
Das Leben soll uns nichts vermiesen
mit Zuversicht sollen wir‘s genießen.
Was mir zum Schluss, nun wieder bleibt:
Ich wünsch‘ Euch eine gute Zeit,
und einen frommen Wunsch will ich noch geben:
Macht’s gut mit meinem närrischen Segen. HELAU

Nr. 231: Dr Schorsch vrzählt vom 15. Februar 2020

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Ja dâ haut’s oim doch dr Vogl naus. A wissaschaftliche Studie vom „National Bureau of Economic Research“ in de USA hât sich drmit beschäftigt, ob Dialektschwätzer in Deutschland uff am Arbeitsmarkt benâchteiligt send. Wichtig isch dene Wissaschaftler gwä, dass di Befrâgong in de Privathaushalt’ repräsentativ isch, ond sia hend so wia’s scheint auch mit onderschiedliche Modell mögliche Eiflüss’ wia „kognitive Fähigkeiten oder eine geringere Bildung“ ausgeschlossa.

Des Ergebnis isch schlicht ond oifach ohfassbar, ond mit nex uff dr Welt zom rechtfertiga: Leut’ mit ma starka regionale Akzent, verdienat em Schnitt tatsächlich 20 Prozent wenigr, wia dia, dia dr Luthersprâch âhängig send. An was liegt des? Die Forscher saget, dass dr normale Deutsche generell Mundartschwätzr für temperamentvollr ond freindlicher haltet, abr au gleichzeitig für wenigr gebildet. Des dät drzua führa, dass Dialektschwätzr beruflich uffsteigat. Ja, wo semmer denn eigentlich.

Dr Schorsch denkt sich jetzt, s’wird allerhöchschte Zeit, dass sich älle Dialektschwätzer zsammaschließat, ond idealerweis’ – am Sonntich nâch dr Kirch’ – beim „Sonntag für Mundart“ uff Strâß ganget. Dene „Schnellschwätzr“ muas mr doch âmol Paroli biata. Letztendlich send mir Mundartler doch a Menge Leut’. So gibt’s en Deutschland emmerhin 58 unterschiedliche Dialekt, laut dr „Welt“. A bissle beruhigt oin, dass bei der Studie grad’ amol 950 Leut befrâgt worda send, ond von dene bloss zwölf Prozent zu den Dialektschwätzr ghörat. Abr grondsätzlich gilt, mr sot oifach schon de Âfäng’ von Diskriminierong wehra.

 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 230: Dr Schorsch vrzählt vom 8. Februar 2020

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Helau, er duat’s scho wiedr. Bis vor fenf Jâhr isch dr Schorsch a ausgwiesanr Faschingsmuffl gwä. Vrkloidonga, Polonäsa ond rhytmische Bewogonga uff dr Tanzfläche nâch vorgegebene Regla ondr Eifluss von alkoholische Getränk’, des isch bis zom heutiga Tâg nex für ihn. Andrs sieht’s entzwischa mit am rheinischa Karneval aus. Enge familiäre Vrbendonga ens Weltkulturerbe Mittelrhein ond dia Auswirkonga vom trockena Riesling vom Boppardes Hamm, hen 2015 drzu gführt, dass sich dr Schorsch dem Kulturaustausch zwischa Schwâba ond Rheinländr hemmungslos vrpflichtet füllt – ond sich seither als „Schwäbischr Landbot’“ in dr karnevalistischa Bütt’ tummelt.

Zom fenfta Mâl steigt also dr Schorsch heut’ Âbend vor 350 Narra en di Bütt’ ond därf de Großkopfete ganz ongeniert mit giftige Reim’ so richtig dr Kopf wäsche. Ond die Zeita send jâ wirlich so närrisch, dass des am Schorsch wirklich oifach fällt.

A guate Woch’, am Herrgott sein Sega ond (ausnahmweis’) Helau.

Nr. 238: Dr Schorsch verzählt vom 1. Februar 2020

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Vrfallet mr oifach mâl wiedr en Panik. Mir Deutsche send scho an komisch’s Völkle. Wenn irgendwo uff dr Welt ebbes passiert, nâ bricht bei ons dr nackige Übrlebenkampf aus. Erinnera mr ons an Vogl- odr Schweingrippe, an dr Rendwahnsinn, odr au an’s Waldstreba. Emmer send mr en dia blanke Vrzweiflong ausbrocha, hend praktisch mit der menschlicha Zukonft ond mit em oigana Leba abgschlossa. Was isch seither passiert? Eigentlich nex schlemm’s. S’gibt ons emmer no, ond s’gâht ons komischr Weis’ bessr wia je zuvor.

Jetzt vrfallet mr ebba grad en di Corona-Virus-Hysterie, was tatsächlich net drzua führa wird, dass wir Deutsche ons em kollektive Siachtum von dera Welt vrabschieda werdet.

 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Kultur-Asyl im “Grünen Baum”

Es gibt uns noch. Mit einem wunderbaren Abend zum 50-jährigen Bühnenjubiläum von Thomas Felder hat sich das Bricklebrit am Sonntagabend wieder zurückgemeldet.  Roland Willeke hat das Konzert in Bildern festgehalten:

 

Der NEB berichtete in seiner Dienstagsausgabe darüber:

Nr. 237: Dr Schorsch vrzählt vom 25. Januar 2020

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Er ziert s’Gsicht, übrwiegend bei de Männer. Dr Schorsch schreibt heut’ übr dr Bart. S’gibt’n jâ en älle Facette vom Drei-Tag-Bart, übr das denne Menjou-Bärtle und seim Vetter, am „Porno-Balka“, bis zom mächtig ausladenda Vollbart, der heut’ zom Teil bis ens letzschte ondolierte Barthärle drapiert isch.

Für dr Schorsch gibt’s bloss oin Bart, ond zwar den, wo mr oifach wachsa lässt. Weil des kommt am Schwâb sehr entgega. Noi, s’gâht net om dia Sparerei von Rasiersoif’, Rasierklenga odr Rasierwassr. S’gâht tatsächlich om den Gwenn an Lebenszeit. Machet mr mâl a kloine Rechnong uff. Mit etwa 16 Jâhr wächst ma Mâ an Bart ond bis zom Altr von etwa 85 muss’r sich also rond 70 Jâhr lang rasiera. Wenn mr schnell isch, nâ braucht mr rond zehn Minuta am Morga zom rasiera. Des send em Jâhr 3650 Minuta, was 60 Stond’ entspricht. Uff d’Lebenszeit spart also an Bartträgr 4205 Stond, also 175 Tag.

 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Kleinkunstbühne, Mitmachtage & Aktionen in liebevoll ausgestaltetem Ambiente (auch für private Feiern & Gruppenhocks) – Tel. (07143) 9568907