Vorverkauf ist gestaret: Frauenpower hoch 3

 


Das hat’s noch nie gegeben:

ZEUL – KLEINERT – ABBT:
Powerfrauen hoch 3

Johanna Zeul + Franziska Kleinert + Jana Abbt: das heißt starke Stimmen, mitreißende Performance und allerbeste Unterhaltung!

Ihr müsst aber schnell sein, die Sitzplätze im Lerchenbergsaal im Erligheimer Bürgerhaus sind begrenzt – und bei dieser Premiere vor allem sehr begeht.

Alle Infos zu diesem besonderen Event gibt -HIER –

Nr. 357 Dr Schorsch vrzählt vom 16. September 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

S’isch halt so, mir Schwâbe sind ab bissle vrstockt ond gelegentlich au hählenga uff dr Welt. Des hoißt, so Manches machet mr, ohne dass mr’s an dia groß’ Glock’ hängat. Â bsonders Beispiel henn mr jetzt im nördlicha Toil von onserm Landkreis Stückle für Stückle mitkriagt. Dâ henn dia Obere von ra Weigärtnergschnossaschaft gmoint, mr sott aus zwoi Standort oin macha, weil des billigr isch ond mr so bessr überleba dät. So weit, so guat. Ällerdengs henn se sich denkt des machet mr hählenga, nâ gibt’s wenigr Widrstand. Uff Nâchfrâga von dr schreibenda Zunft waret se recht vrstockt. Nex henn se öffentlich rausglassa. Mr hât dia Gnossa mit dr Aussicht uff a höher’s Traubageld einzäuselt – ond dia send nâ au uff des bstellta Zügle uffgespronga. Ond net bloss des, dia Gnossa folgat au brav dr Âweisong von de Obere, dia ene ens Stammbuch neigschrieba henn: „Mr saget nex.“ Für dr Schorsch hât des irgendwia a Gschmäckle, gell.
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 356 Dr Schorsch vrzählt vom 9. September 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Dr Schorsch gibt’s jâ zua: Für Neteiheimische, also älle dia, dia net mit der Gnade dr schwäbischa Geburt gsegnet send, isch onsr Sprâch’ scho schwer zom verstanda. Wia soll mr au erklära, dass a Halbdackel viel bleedr isch als a (ganzr) Grasdackel. Am Schorsch erschließt sich bei genauem Übrlega net ganz, wia’r beim Schreiba von Halbdackel uff’s neudeutsche „Gendern“ kommt. Vielleicht liegt’s dâ dra, weil uff Höhepunkt dr Sprâchvrohstaltong vor zwoi Jâhr doch tatsächlich a Supermarkt em bayrischa Bezirk Schwaben (!) en seim Sortiment „Student*innen Futter“ âbotta hât. Irgendwia scho krass, zumal jâ schon emmer klar war, dia Mischong aus Nüss’ ond Zibeba kâ niamâls aus kloi graschpelte Studenta, geschweige denn, aus Studentinna gmacht sei. Wia au emmer, klar isch, mir Schwâbe dean gelegentlich scho emmer „gendern“ ond zwar mit dem völlig gschlechtsneutrala „mr“: „Mr sott amol s’Trottwar fäga!“
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Hoch vom Sofa – und ins Bricklebrit

Die Sommerpause ist auch im „Das Bricklebrit“ vorbei. Zu einer Schallplatten-Party am Freitag, 8. September, 19.30 Uhr, und einem Bricklebrit-Quizabend am Samstag, 9. September, 19.30 Uhr, lädt der Erligheimer Kulturverein bei freiem Eintritt ins Bürgerhaus Vordere Kelter.

Alles begann mit einer „schrägen Idee“ von Jürgen Kunz, für die „Das Bricklebrit“ seit seiner Gründung 2016 bekannt ist: In einer Zeit als Vinyl-Schallplatten meist als vergessene Schätzchen ihr Dasein fristeten, hatte die Kleinkunstbühne dazu eingeladen, die Lieblingsscheiben abzustauben und einer – zuerst eher kleinen – Gruppe von Musikfreunden mit persönlichen Geschichten vorzustellen. „Mir ist wichtig, dass hier nicht nur Kultur zum Konsumieren, sondern auch zum Mitmachen stattfindet“, war der Anspruch von Kunz, und dies gilt auch heute noch. Drei Jahre später galten die „Vinylabende“ noch als Geheimtipp, inzwischen, nach dem Umzug nach Erligheim haben sich dieses als „Schallplatten-Partys“ im urigen Lerchenbergsaal des Bürgerhauses Vordere Kelter etabliert.

Es ist das Verdienst vom zweiten Vorsitzenden des Vereins „Das Bricklebrit – 1. Mundart-, Lieder- und Geschichtenhaus“ Dieter Bröckel als DJ-Dieter, dass die Schallplatten-Partys zum Treffpunkt nicht nur Vinyl-Fans, sondern für alle, die Spaß an den Schlager-, Pop- und Rockhits der vergangenen fünf Jahrzehnte haben und die gerne dazu auch ein Tänzchen wagen. Dabei gibt es nichts, was bei den Schallplatten-Partys gespielt wird. Das Programm reicht von Freddy Quinn, über ABBA, Helene Fischer und aktuelle Partykracher, bis hin zu Queen und AC/DC. Damit die Stimmung bleibt bereitet DJ Dieter immer ein fetziges Musikprogramm aus dem inzwischen mehr als 1200 Schallplatten umfassenden Vereinsarchiv vor, das er gekonnt mit den mitgebrachten Hits der Gäste würzt.

Besonders knifflig wird es bei den beliebten Bricklebrit-Quizabenden. Vereinsvorsitzender Jürgen Kunz hat eine Leidenschaft, die Recherche nach besonderen Rätselfragen – mal schwierige, mal überraschende, aber immer unterhaltsame. Quizmaster Jürgen hat wieder drei Rätselrunden (plus Bonusrunde) vorbereitet, die von den vier- oder fünfköpfigen Teams zu lösen sind. Wie immer werden die Gewinner des Bricklebrit-Quizabends am Ende überschwänglich gefeiert. Inzwischen gibt es eine beständige Gruppe von Rätselfreunden, die sich auf die Quizabende freuen. Neue Ratefüchse sind einladen, dazuzustoßen. Bedenken, dass sich dabei jemand bloßstellen wird, können getrost ausgeräumt werden, beim Lösen der Rätsel im Team, kann sich jeder nach seinen Schwerpunkten und Talenten einbringen. Im Mittelpunkt steht immer der Spaß am Knobeln, dabei gilt, es geht manchmal nicht nur um die richtige Lösung, sondern darum, welche Antwort der Quizmaster hören will.

An beiden Abenden sorgen die engagierten Mitglieder des Vereins dafür, dass auch auch kulinarisch etwas geboten wird.

Schallplatten-Party und Quizabend

Bricklebrit-DJ Dieter mit einem Teil unserer inzwischen mehr als 1000 Schallplatten umfassenden Vereinssammlung.

Die Sommerpause ist vorbei und das Bricklebrit lädt ins Bürgerhaus Vordere Kelter zum Tanzen und Knobeln ein. Am Freitag, 8. September, ab 19.30 Uhr hat Bricklebrit-DJ Dieter wieder aus den mehr als 1000 Schallplatten des Vereinsarchivs eine bunte Mischung aus Schlager, Pop und Rock für die Schallplatten-Party im Lerchenbergsaal ausgewählt. Wie immer freut er sich, wenn die Gäste ihre Lieblingsschallplatten mitbringen und so für einen unterhaltsamen Abend zu sorgen. Tanzen und mitfeiern ausdrücklich erwünscht.

Am Samstag, 9. September, ab 19.30 Uhr heißt es wieder “Knobeln im Bricklebrit”. Quizmaster Jürgen hat wieder drei Rätselrunden (plus Bonusrunde) vorbereitet, die von den vier- oder fünfköpfigen Teams zu lösen sind. Wie immer werden die Gewinner des Bricklebrit-Quizabends am Ende überschwenglich gefeiert.

Beide Abende sind kostenlos, ein Spendenkässchen steht bereit.

Nr. 355 Dr Schorsch vrzählt vom 26. August 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Es isch Sommer gwä, ond en dera Zeit wird so manche Sau durch dr Blätterwald triebe. So hât Cem Özdemir, Grünr Landwirtschaftsminischter aus Württemberg mit schwäbische Wurzla, di Idee ghet, Werbong zom vrbiata für Lebensmittl mit viel Zucker, Fett ond Salz. Möglicherweis’ ghörat au dia schwäbische Laugabrezla drzua, wia a CDU-Abgeordnete aus’m Rems-Murr-Kreis messerscharf kombiniert hât, ond prognostiziert dr Brezelondrgang. Drbei häb’ dr Özdemir no em letzschta Jâhr drfür gworba, dass onsre Brezla zom UNESCO-Weltkulturerbe werda sottet. Sommerloch-Händeleia, so schätzt dr Schorsch des Gezetre ein, ond er hälts liebr mit dem legendäre Stuttgartr Oberbürgermeister Manfred Rommel: „Des Schwaben Klugheit ist kein Rätsel. Die Lösung heißt: Die Laugenbrezel! Schon trocken gibt dem Hirn sie Kraft. Mit Butter wirkt sie fabelhaft. Erleuchtet mit der Weisheit Fackel, den Verstand vom größten Dackel.“
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 354 Dr Schorsch vrzählt vom 19. August 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Ab dr Jahrtausendwende isch’s Allgäu für 15 Jâhr die zwoite Hoimat für dr Schorsch gwä. Jetzt hât’sn nâch acht Jâhr wiedr mâ für a paar Tag dort nâh trieba. Ond was soll mr saga? Es hât sich fast nex vrändert. Dia Alpa sind emmer no hoch, Schloss Neuschwanstein emmer noch schee ond von ohsennig viele Japâner bevölkert, Füssen hât nei- und nauszuas seine Staus – ond dr Forggasee isch emmer no saukalt.
Allerdengs, wo vor acht Jâhr noch Luftmatraza und Badebötla romdümpelt sind, gibt’s jetzt ohzählige Stand-up-Paddler – odr sott mr liabr saga, sotte, wo sich vrsuchat uff dem Brettle per mehr oder wenigr elegante Bewegong, mittels vom a langa Paddel zom halte. Stondalang hät dr Schorsch am Seeufer hocka könne, om denen meist mittelalterliche männliche Sportler bei ihre Aktivitäten zua zom gucka. Ganz großes Kino, dâ brauch’sch koi Komede, dia kriagsch ganz omsonst uff’m See.
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 353 Dr Schorsch vrzählt vom 5. August 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Ach herrjemine, soll dr Schorsch heut’ übr dr Fußball schreiba? Worom au. Dia Bundes-Fußballkickr send grottaschlecht, des woiß mr scho seit Langem. Ond jetzt machets dia Bundes-Fußballkickerinna de Kerle nâch. Vielleicht sottet se beim Kicka ihre Skistiefel gega Kickschuah omtauscha, nâ könnt’s vielleicht irgendwann ebbes werda. Sei’s drom. Au dr Herzensveroi vom Schorsch (der mit dem rota Bruschtreng) bekleckert sich grad net mit Ruhm. Vor Wocha no, dâ hât mr großspurig a Partnrschaft mit dene boide Autokonzern aus Stuagart gefeirt ond drbei dr Zammhalt en Württemberg lauthals nausgschria. Ond jetzt. Künftig werda sich dia Buaba mit ma französischa Wettâbietr-Logo uff am rota Bruschtring präsentiera. Des vrschtâht, wer will. S’gâht halt om Milliönchen. Dr Schorsch übrlegt, ob’r jetzt net meh Faustball âgucka sott. Dia send nämlich jetzt zom 13. Mâl Weltmeister worda – ond des mit Buaba von hier.
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 352 Dr Schorsch vrzählt vom 29. Juli 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Di „allerletztsche Generation“ hât sich drfür entschieda, durch Festbeppa uff dr Strâß’ di Welt zom retta. Sollet se, abr vielleicht könnt’ di Jugendzeit vom Schorsch, sia uff an andra Weg bringa? Dr Schorch g’hört zur Generation, wo no alloi en d’Schul dappt isch ond di ihre Hausuffgâbe no ganz alloi gmacht hat, weil mr ganz schnell uff Gass’ zom Spiela wölla hât. Schließlich henn mir die ganz Zeit uff dr Gass vrbracht, ond send hoim, wenn’s donkl worda isch. Mir send uff hohe Bäum’ nuffkraxelt, henn Papierfliegr baut, mit Schneller (Murmla) gspielt ond als Mutprob’ au âmol an Regewurm nondrgschluckt. Mr isch froh gwäh, wenn am Fahrrädle wenigsten oi Brems doa hât, weil ohne Helm hätt’ mir sich ganz âständig dr Grend nâschlage könna. Mindestens oimal hât mr en de Sommerferia zum Doktor müssa, weil mr âmol wiedr blutet hât, wia a klois Säule. Mir henn onser Jugend gnossa, s’Leba glebt – ond übrlebt.
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 351 Dr Schorsch vrzählt vom 22. Juli 2023

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Was für a Freid’. Jetzt hât dr Schorsch a ganz liab’s, en Handschrift gschieba’s Briefle aus Spielberg kriagt – „dem Herzen der Stadt Sachsheim“, wia die 84-jährige Doris schreibt. Sie sei a übrzeugte Schwäbin, gebora en Cannstatt. „Jeden Samstag freu ich mich auf dein Gschichtle in der Zeitung, vor allem natürlich auf des Schwäbische. Manchmal find ich Wörter, die ich schon ewig nicht mehr gehört habe und freue mich, dass das Schwäbische noch lebt“, schreibt se. So viel Lob aus berufnem Mund, des macht dr Schorsch ganz vrlega. Di Doris hat nämlich zwoi eigene schwäbische Gschichta beilegt, dia se vor rund vier Jahrzehnt verfasst hât ond ondr andrem bei Seniorafeiera vortraga hât. Ob dia Gschichta wohl am Schorsch gfälla dätet, hât se gfrâgt. Natürlich hat’m „D’Maus“ ond „D’Suse on de lange Strempf“ ganz arg gfalla. S’dät no meh’ geba hât Doris gschrieba. Her drmit liebe schwäbische Schwester. Â guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.