Archiv der Kategorie: 2. Über onsern schwäbischa Tellerrand naus…

Von Zeit zur Zeit muas mr, was so passiert au mit spitzr Feder kommentieren.

Mit Orden belohnt

Inzwischen im fünften Jahr war unser “Schorsch” wieder als Schwäbischer Landbote an zwei Samstagabenden in der ausverkauften Bopparder Stadthalle in der rheinischen Karnevalsbütt’.  Es unterstützt damit auch die freundschaftliche Verbundenheit zwischen “Bricklebrit” und der 1955 gegründeten Karnevalsgesellschaft “Schwarz-Gold Baudobriga Boppard”.


Wer will,  kann hier die Büttenrede 2020 nachlesen:

Liabe Freind,
Es war ein Jahr,  grad’ zum vergessen,
sind vielen Fake-News aufgesessen.
Viel Irrsinn haben sie gemacht,
er wurd‘ gezündelt, es hat gekracht.
Ich muss es ehrlich Euch bekennen,
es fällt mir schwer, es spaßig zu benennen.
Doch nun auch im fünften Narrenjahr,
das ist für mich natürlich sonnenklar,
ist‘s Privileg und große Ehr‘ für mich als Schwab,
dass ich die Bütt in Boppard heut‘ für mich hab.
Wir leben in verrückten Zeiten,
Vernunft scheint allen zu entgleiten.
Zu wenig Hirn, das muss ich Euch jetzt sagen
Ist aller Orten zu beklagen.
Hab‘ viel überlegt und schnell notiert,
will ich Euch erklären was passiert.
Lehnt Euch zurück und bleibt gerne wach,
werd‘ nun berichten von mancher krassen Sach‘.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir leben in einer närrischen Zeit,
da ist die Regierung nicht mehr bereit,
ja, das muss ich Euch enthüllen,
ihr Tagwerk zuverlässig zu erfüllen.
Nur noch den großen weltpolitischen Fragen
geht unsere Bundes-Angela an den Kragen.
Beim täglichen Regieren fällt sie gar nicht mehr auf,
Rückzug und Abschied nehmen nur langsam ihren Lauf.
Doch zum Glück hatten das Land und die C-Partei
bis Montag das saarländische Heiopei.
Nach AKK stellt sich nun die Frage – verdammt,
sind wir schon bereit für einen Mann im Kanzleramt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Der Innenminister, wie heißt er doch gleich?
Ach ja der Seehofer, der ist auf dem Abstellgleis.
Und auch sei Parteikollege Scheuer,
ein Steuergeld-Verbrenner, einfach ungeheuer.
Derweil köpfen die Sozis den Scholz, ihren besten Minister,
und propagieren alte Ideen, wie die Philister:
„Eine schwarze Null“ in den Finanzen,
das finden sie doof, und lassen den Scholz einfach tanzen.
Darüber hinaus werden wir mit Mittelmaß gequält,
denn die SPD hat zwei Namenlose zur Parteispitze gewählt.
Nach dem Beben in der CDU
geben sie Ratschläge, das ist der Clou,
wir wissen genau, was bald passiert,
beim nächsten Stürmchen werden auch sie rasiert.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Das Tollhaus auf dem politischen Parkett,
wird durch die beiden Grünenchefs komplett.
Für was die beiden stehen, das ist nicht bekannt,
doch schaffen sie es ganz elegant,
mit Freundlichkeit und ganz viel Lächeln
dem Wahlvolk Zufriedenheit zuzufächeln.
Bei so viel Sympathie vergisst man gerne
Persönliche Freiheit, die liegt in weiter Ferne.
Von ihrer Selbstdarstellung sind sie ganz entzückt,
wir werden dabei mit Gängeleien beglückt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Was für einen Zirkus müssen wir erleben,
die Welt erlebt ein grausig‘ Beben.
Rechthaberei, das ist das Zauberwort
Respekt, der fehlt an jedem Ort.
Vernunft, die bleibt wohl auf der Strecke,
die Zuversicht zeigt sich als lahme Schnecke.
Was müssen wir von bösen Buben hören,
und auch von Messias gleichen Gören,
die Keile schlagen zwischen Jung und Alt.
Das lässt mich wirklich nicht mehr kalt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttichen Narren-Schell‘. HELAU

Bin ein wenig weise, mit nun 62 Jahr‘,
geschmückt mit alluminium-blonden Haar
so steh ich vor Euch in der Bütt der Narren,
und muss nun berichten von einem Karren,
der tief im Dreck der Extremen steckt,
denn statt Zuhören, werden die Messer gebleckt.
Vorwürfe werden posaunt, ganz ungeniert
und Ideen mit Vernunft einfach ignoriert.
Man sehnt sich nach Zeiten zurück,
als man gestritten hat um das gemeinsame Glück.
Ich konstatiere hier nun ganz verstört,
nur noch unflätige Schreihälse, die werden gehört.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttishen Narren-Schell‘. HELAU

Als vierfacher Opa bin ich nun eine „Umweltsau“,
und Gretel spricht vom Zukunfts-Klau,
den wir als Alte zu verantworten haben.
Das verblendete Mädle schaufelt damit einen tiefen Graben,
zynisch von anderen gedrängt und eiskalt,
zwischen bisher sich liebenden Jung und Alt.
Auch wir haben in den 70er-Jahren demonstriert
und unsere idealistischen Forderungen formuliert.
Haben gekifft und die freie Liebe gewollt,
und dennoch den Alten den nötigen Respekt gezollt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Man hört, die Welt geht unter und steht bald still,
wenn man der medialen Propaganda glauben will.
Wie gut, dass unsere Politik-Elite daran schafft,
und zwar mit aller ihrer Kraft,
dass unser kleines Heimatland,
wie es scheint mit wenig Verstand,
das Weltklima im Alleingang zu retten,
und legt dabei unsere Industrie in Ketten.
Das, was uns Wohlstand und Steuergelder bringt,
wird von der Politik gelinkt.
Mit größter Wonne und Macht
Zerstört man die Autobauer, so dass es kracht.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir sind beseelt, von Autos, den elektrischen,
ich krieg von so viel Dummheit, Flecken, die hektischen.
Strom braucht man zum Laden, in rauen Mengen,
doch wo dieser herkommt, kann ich nicht erkennen.
Schließlich hat man mit schneller Hand,
unsere Kernkraftwerke in den Orkus verbannt.
Den Braunkohlestrom, haut man oh Wonne,
auch noch schnellstmöglich in die Tonne.
So bleibt nur der Strom von der Sonne, der guten,
die wird hoffentlich die Dächer fluten.
Rettet der Windstrom die ganze Idee?
ich glaube nicht – aber es wäre schee.
So werden wird halt aus Rumänien und Polen
uns den nötigen Atomstrom holen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Ein Blick zu den Brüdern und Schwestern im ehemaligen Drüben,
der tut mir schon recht die Seele betrüben.
Seit drei Jahrzehnten haben sie Freiheit und dürfen wählen,
und jetzt erlauben sie, uns mit der AfD zu quälen.
Zukunftsideen, die findet man bei den Braunen nicht,
nur die Trumpfkarte Propaganda, die sticht.
Die gewinnen mit Nazi-Ideen und Hass,
dass dies von hier wieder kommt, ist unendlich krass.
Was sich aber CDU und FDP erlauben,
das muss einem den Atem rauben.
Mit den Stimmen der AfD wählen sie einen Ministerpräsidenten
Ohne letztendlich zu bedenken:
man macht sich nicht gemein – und zwar nie
mit Faschisten und Feinden unserer Demokratie.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Bezahlbare Wohnungen sind ganz schön rar,
man müsste viel Bauen, das ist sonnenklar.
Doch niemand hat dazu große Lust,
vielmehr gibt es bei Investoren großen Frust.
Man müsste Bauherren locken, damit sie Wohnungen bauen,
doch die sozialistische Planwirtschaft muss am zuerst verdauen.
In Berlin gibt es nun einen Mietpreisdeckel,
eine Idee von wirklich blöden Seckel.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir Deutschen sind ein komisch‘ Völkchen,
den selbst beim kleinsten Bedrohungs-Wölkchen
verfallen wir ganz selbstverständlich
in eine Panik und sind ängstlich.
Rinderwahnsinn oder Schweinegrippe
Wir sah’n uns gleich als siechendes Gerippe.
Auf jede noch seine kleine, weltweite Gefahr,
mediengehypt und nicht ganz wahr.
werden wir sogleich unendlich panisch,
so macht uns auch das Corona-Virus manisch.
Glaubt es mir, lasst Euch nicht blenden,
auch diesmal werden wir nicht im Siechtum enden.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Nach Auto, Kohle und auch Strom aus Atom,
ich vermut‘, ihr ahnt es schon,
werden unsere Bauern nun angeklagt,
zu widersprechen kaum einer wagt.
Jahrhunderte mit Müh und Plage
bestellten sie Felder und zwar alle Tage.
Uns ging es gut und wir wurden satt,
jetzt macht man unsre Landwirtschaft platt.
Unsre Versorgung ist nicht mehr wichtig,
konventionelle Landwirtschaft nicht mehr richtig.
Biologisch-dynamisch werden wir alle beglückt,
der Verstand einfach zur Seite gerückt,
wir tappen ohne Not in die Weltretter-Falle,
denn die Früchte des Ackers reichen nicht mehr alle.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Es ist vollbracht und kaum zu glauben,
was taten uns die Briten Nerven rauben.
Auf ihrer Insel haben sie sich jetzt vergraben,
das ist gut so, ich will sie auch nicht mehr haben.
Niemand braucht diese Inseltrollen,
mit Königkinder, die nicht royal sein wollen,
und der Prinz Andrew, der meint im TV er sei schlau,
dabei ist er nur eine Kinderschänder-Sau.
Was England macht ist mir nun einerlei,
mit größten Freuden sag‘ ich: Goodbye.
Jetzt werden alle die Messer wetzen,
und durch unzählige Beratungen hetzen,
EU und Briten haben nun ein Ziel,
jeder will wirtschaftlich den allerbesten Deal.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU
Es ist schwer, Trumps Dummheit komplett zu enthüllen,
das würde schließlich viele Seiten füllen.
Seine Freundschaft mit dem nordkoreanischen Rocketman,
ist was, was man getrost vergessen kann.
So richtig blöd war auf jeden Fall sein Plan,
ich sag’s Euch, er hat es wirklich so getan:
Ganz Grönland wollte er mit viel Dollars ersteigern,
und kann nicht verstehen, dass die Bewohner sich weigern.
Die Amis, die finden den Donald klasse,
schließlich klingelt bei den Reichen so richtig die Kasse.
Er lügt und betrügt, ist dabei den Weltfrieden zu vergeigen,
derweil sich seine Parteifreunde vor ihm verneigen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Zum guten Schluss ein kurzer Blick,
auf die Hautevolèe zurück.
Arroganz, Ideen und die Modewelt,
das war der Kosmos von Karle Lagerfeld.
„Wer Jogginghosen trägt“, dies hat er auserkoren,
„der hat die Kontrolle über sein Leben verloren“.
Nun ja, ich will mich gnädig geben,
er hatte doch ein erfülltes Leben.
Schiffer, Kidman oder de la Fressange, das waren seine Musen,
eine Katze am Abend blieb ihm zum Schmusen.
Viel Vermögen hat er der vermacht,
habe selten so über seine Dekadenz gelacht.
Auch ohne Schlabberlook und mit steifem Kragen,
muss er am Ende doch den Kontrollverlust beklagen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Ich sag‘s Euch auch heute wieder klipp und klar,
wir freuen uns auf dieses Jahr,
Das Leben soll uns nichts vermiesen
mit Zuversicht sollen wir‘s genießen.
Was mir zum Schluss, nun wieder bleibt:
Ich wünsch‘ Euch eine gute Zeit,
und einen frommen Wunsch will ich noch geben:
Macht’s gut mit meinem närrischen Segen. HELAU

Stille!

Mit einstimmigem Beschluss des Vorstands unseres Vereins “Das Bricklebrit e.V. – 1. Mundart-, Lieder- und Geschichtenhaus” haben wir festgegelegt, alle öffentlichen Veranstaltungen im (fast fertig gestellten) Domizil im Dammweg  bis Mitte Dezember 2019 abzusagen.

In aller Stille werden wir das noch nicht abgeschlossene Umnutzungsverfahren abarbeiten.

Stille ist aber auch deshalb geboten, weil es inzwischen persönliche Anfeindungen gab, die unter anderem in einem Versuch meine berufliche Reputation zu beschädigen (glücklicherweise erfolglos) gipfelten. Begleiterscheinungen, die nicht akzeptabel und vor allem völlig unverständlich sind.

Denn, was wollen wir vom Verein “Das Bricklebrit e.V.”?

Wir wollen ein Kulturprojekt weiterentwickeln, welches wir mit hohem persönlichen Engagement aller Mitglieder selbst finanzieren, unter unserem Motto:

Kultur macht glücklich, bei uns findest Du dieses Glück.

Für alle Kritiker unseres Projekt hier nochmals unsere Präambel, die unsere ehrenamtliche Arbeit stetig begleitet und unser Ansporn ist:

“Mit Kleinkunscht, Lesungen, Musik, Schauspiel, Austellungen, Mitmach-Abenden und andre Aktiona wellet mir onsrer schwäbischa Identität, Kreativität ond Vielfalt a Hoimat geba. Mir wellet onser wondrbare Mundart ond onser schwäbisches Lebensgfühl gemeinsam pflega, ond send drbei weltoffa ond freuet ons uff Neues – so wie mir Schwâbe eba scho emmer send.”
Jürgen Kunz, November 2019

Ein Lob (in schwierigen Zeiten) tut immer gut…

Liabe Freind, das tut schon gut in den schwiergen Zeiten: ein “Löble” aus dem baden-württembergischen Staatsministerium. Nach der Mundart-Konferenz hat “dr Schorsch” Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Kulturprojekt Cafe-Bricklebrit in einem Brief vorgestellt. Jetzt kam die Antwort:

“…es ist sehr zu begrüßen, dass Sie selbst aktiv geworden und in ,schwäbischer Mission’ unterwegs sind und über Ihre Lesung sowie Ihre Kolumne hinaus das schwäbische Kulturhaus Cafe-Bricklebrit gegründet haben. Für Ihr großes Engagement danke ich Ihnen und wünsche dem Cafe-Bricklebrit weiterhin viel Zuspruch und Erfolg…”

Der Neckar- und Enzbote bleibt am Ball

Die Lokaljournalistin Beate Volmari bleibt mit ihrer Berichterstattung im Neckar- und Enzboten (Ausgabe von Freitag, 31. Mai 2019) weiter am Ball:


Nicht vergessen: An diesem Samstag, 1. Juni, 20 Uhr, kommen Liederhannes mit „Schwäbisch g’sunge“, unterhaltsam, witzig, spöttisch, frech, zu uns in die Wagenhalle des Cafe-Bricklebrit.

Plätze (15 €) könnt Ihr auf unserem Tickettelefon 0157-74236481 (AB und NEU: whatsapp-Nachricht) oder per E-Mail info@das-bricklebrit.de reservieren oder direkt bei unserem Partner kaufen:

Ein Blick hinter die Kulissen

Ein Walheimer stellte in einem Leserbrief im Neckar- und Enzboten die Frage, wie es denn mit privaten Finanzierung von Kultur im Cafe-Bricklebrit wirklich aussehe. Nun ja, jeder, der sich ein wenig mit Kulturarbeit auskennt weiß, es ist immer eine große Herausforderungen diese zu finanzieren. Im Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhaus ist diese Herausforderung noch höher, aber umso reizvoller, da wir nach wie vor auf öffentliche Förderungen verzichten, um unsere Unabhängigkeit zu bewahren.

Natürlich haben wir die vom Leserbriefschreiber gestellten Fragen so weit als möglich in einem persönlichen Schreiben an ihn beantwortet. Wir denken aber, wir gewähren diesen Blick hinter die Kulissen allen unseren Freunden und Gästen und veröffentlichen hier den Brief:


Ich denke, als ebenfalls selbstständiger Unternehmer haben Sie dafür Verständnis haben, dass ich keine exakte Firmenzahlen öffentlich kommunizieren kann und werde. Dennoch möchte ich so weit wie möglich Ihren Informationswunsch erfüllen.

  • Als wir vor mehr als zweieinhalb Jahren die Umsetzung des Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhauses angingen, gab es zunächst außer der Idee und einer Konzeption nichts. Für Inventar und Ausstattung war es also als ersten Schritt nötig einen mittleren 5-stelligen Betrag aus dem privaten “Geldbeutel” dafür zu investieren.
  • Um unsere Kleinkunstbühne betreiben zu können, sind monatliche Fixkosten für Miete (ja, wir bezahlen Miete), Strom (Heizung), Versicherungen, Telekommunikation und Beträge zu Pflichtmitgliedschaften (u.a. Dehoga und Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst) im unteren 4-stelligen Bereich zu finanzieren.
  • Rund 100 Veranstaltungen im Jahr. Davon sind mehr als Hälfte Veranstaltungen, für die wir keinen Eintritt verlangen (Stichwort: Mitmach-Freitage, aber auch Veranstaltungen von örtlichen Vereinen und Organisationen, denen wir die von uns gemieteten Räume kostenlos zur Verfügung stellen). Die dabei entstehenden Aufwendungen finanzieren wir mit aus den Erlösen der “Künstler”-Veranstaltungen. Aus den Eintrittsgeldern werden außerdem zunächst die Gagen der Künstler finanziert, darüber hinaus fallen keine unerheblichen Kosten für GEMA, Werbung, Ticketvorverkauf etc. an.
  • Um eine solches kulturelles Angebot letztendlich finanzieren zu können, sind die Einnahmen aus der Gastronomie zwingend nötig.

Wie Sie sehen können, ist ein privat finanziertes Kulturprojekt finanziell eine aufwändige und komplexe Aufgabe. Wir beschweren uns nicht darüber, ganz im Gegenteil, es war uns bewusst, dass außer der Leidenschaft für die Kultur und einem hohen zeitlichen Aufwand (in der Regel sind wir an jedem Wochenende, neben unserem Beruf, der uns ernährt, im Cafe-Bricklebrit im Einsatz) eben auch eine professionelle Herangehensweise bei der Finanzierung dazu gehört.

Ich kann Ihnen versichern, dass die Freude, die wir unseren Gästen mit unserem Angebot geben können, im Augenblick und sicherlich über etliche Jahre hinaus genug Lohn sein muss.

Gerne lade ich Sie dazu ein, einmal bei uns vorbeizukommen (vielleicht an einem der eintrittsfreien Mitmach-Freitage), dann stehe ich Ihnen gerne – wenn es meine Zeit als “Küchenbulle” erlaubt – für weitere Antworten zur Verfügung.

Meilenstein in einer Dorfgemeinschaft

Liabe Freind, in der heutigen Ausgabe berichtet die Bietigheimer Zeitung über die Situation des Cafe-Bricklebrit in der Walheimer Alten Kelter. Was mich tief bewegt und beeindruckt, sind die Solidaritätsbekundungen (per FB, telefonisch, im persönlichen Gespräch) aus der Bevölkerung. Das habe ich tatsächlich so nicht erhofft. Eher eine kleine Randnotiz in der BZ-Berichterstattung, ist die Bereitschaft des Walheimer Kleintierzuchtvereins unser Kulturprojekt in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. In der Zeitung eine Randnotiz, für uns ein Meilenstein in einer Dorfgemeinschaft und eine nicht zu beschreibende Motivation weiterhin mit großer Leidenschaft Kultur für und mit der Bevölkerung zu machen.

Jetzt freuen wir uns auf heute Abend (20 Uhr), und werden gemeinsam den Bricklebrit-Vinylabend mit DJ Dieter Bröckel erstmals in der Wagenhalle feiern.


Das Cafe-Bricklebrit ist und bleibt: ein wundervolles, erfolgreiches Kulturprojekt

Liabe Freind, wer lesen will, kann erkennen, welchen Stellenwert unser Kulturprojekt mit inzwischen jährlich rund 100 selbst finanzierten Veranstaltungen und mehr als 3500 Gästen bei den Verantwortlichen in der Gemeinde hat.
 
Wir werden kein Öl ins Feuer gießen, wir haben aber viel nachgedacht, viel reflektiert und sind letztendlich zur der Erkenntnis gekommen, das die fest geplante Weiterentwicklung (u.a. mit eigenen Produktionen) des Cafe-Bricklebrit in Walheim wohl schwierig wird.
 
Wir haben kein Interesse an kommunalpolitischen Auseinandersetzungen, wir wollen uns aber auch nicht immer wieder dafür rechtfertigen, was wir mit großer Leidenschaft und immensem Aufwand machen, wir wollen einfach ein vielfältiges Kulturangebot verwirklichen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
Ein Versprechen können und wollen wir Euch aber geben: Das Schwäbische Lieder- und Geschichtenhaus wird es ohne wenn und aber weiter geben. Nur so viel: Entsprechende Gespräche laufen. Bis es soweit ist, werden wir unsere Veranstaltungen und auch unsere inzwischen recht beliebten Mitmach-Freitage eben in unserer Wagenhalle durchführen.
 liab’s Griaßle Euer Jürgen

Hier nun der Artikel im Neckar- und Enzboten vom 22. Mai 2019 zum Nachlesen:

Danke, danke, danke

Liabe Freind, was für ein Tag. Ganz uffgregt henn mr heut’ Morga onser Seiten-Statistik uffgruffa. Ond was soll ich sage? Seit November 2016 hat unser Homepage jetzt mehr wia 700.000 Seitenaufrufe. Wie scheee.


Vielleicht hat nun jemand große Lust bekommen, dieses große Interesse an unserer Seite www.cafe-bricklebrit.de für seine Marketingaktivitäten zu nutzen, und dabei das wunderbare Kulturprojekt “1. Schwäbisches Lieder- und Geschichtenhaus” finanziell zu fördern. Wir sind für viele Ideen aufgeschlossen. E-Mail: info@das-bricklebrit.de

Unser Partner feiert 100. Geburtstag

Der Strombergkeller Bönnigheim verwöhnt unsere Gäste mit einigen ausgewählten Weinen, und die genossenschaftliche Kellerei wurde am 2. März 1919 letztendlich gegründet. Die Bietigheimer Zeitung berichtete am Geburtstag über die vergangenen 100 Jahre:


Ein weinbewegtes Jahrhundert

35 mutige Männer brachten es auf den Weg: Am 2. März 1919 wurde der „Ortsverein für Weingärtner und Landwirte Bönnigheim“ gegründet – die Vorgängergenossenschaft der heutigen Weingärtner Stromberg-Zabergäu. Von Jürgen Kunz

An diesem Samstag kann der Strombergkeller seinen 100. Geburtstag feiern, denn der 2. März 1919 gilt als Geburtsstunde des genossenschaftlichen „Ortsvereins für Weingärtner und Landwirte eGmbH“ in Bönnigheim. Aus ihm ist die Strombergkellerei entstanden, die seit der Fusion im Mai 2012 mit der WG Brackenheim als Genossenschaft Weingärtner Stromberg-Zabergäu firmiert.

35 mutige Männer

„Am 20. Februar 1919 kamen 35 mutige Männer bei dem Bönnigheimer Metzgermeister Karl Schweyher zusammen, um den entscheidenden Impuls zu geben, was sich während der fünf zurückliegenden Jahrzehnte Ortsverein für Weingärtner und Landwirt eGmbH, Landwirtschaftliche Waren- und Winzergenossenschaft, Weingärtnergenossenschaft Bönnigheim eGmbH und Strombergkellerei eGmbH nannte. Die Idee für eine solche Interessenvereinigung wurde freilich schon 20 Jahre zuvor geboren. Seit dem Jahr 1898 bestand in Bönnigheim ein Weingärtnerverein“, so berichtete der Enz- und Metterbote in seiner Ausgabe vom Donnerstag, 20. Februar 1969, über die am darauffolgenden Wochenende anstehenden Jubiläumsfeierlichkeit zum 50-jährigen Bestehen der Bönnigheimer Strombergkellerei.

Gründungsversammlung in Brauerei

Die erste ordentliche Generalversammlung des „Ortsvereins für Weingärtner und Landwirte eGmbH“ fand am 2. März 1919 – bemerkenswerterweise – in der Bierbrauerei Bihl statt. Dabei wurde das Genossenschaftsstatut verabschiedet und die Höhe eines Geschäftsanteils auf 100 Reichsmark festgelegt, wobei ein Mitglied höchstens zwei Anteile erwerben konnte. Dem Ortsverein traten spontan 223 Mitglieder bei. Gleichzeitig wurde die Genossenschaft Mitglied im „Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften in Württemberg e.V.“ (Raiffeisen). „Den Mitgliedern den gemeinschaftlichen Ankauf landwirtschaftlicher Bedarfsgegenstände, sowie den gemeinschaftlichen Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu vermitteln“, war das ausgewiesene Ziel des Ortsvereins. Im Bekanntmachungsblatt „Michelsberger Warte“ veröffentlichte im März 1919 das Amtsgericht Besigheim einen Auszug aus dem Genossenschaftsregister. Darin wurden Friedrich Waibler, Weingärtner in Bönnigheim, als Vorstandsvorsitzender („Vorsteher“), Johannes Sartorius, Bauer in Bönnigheim, als Stellvertreter des Vorstehers, und Hermann Bechtel, Kaufmann in Bönnigheim als Vorstandsmitglied genannt.

Anfang des 20. Jahrhunderts tat sich der Weinbau schwer und war auch wenig rentabel. Der Gesamtertrag der Weinberge reichte oft nicht einmal für die notwendigsten Anschaffungen aus. Mit großen Schulden wurden die Betriebe von den nachfolgenden Generationen übernommen und mit Schulden wurden die Besitzer wieder zu Grabe getragen, heißt es in einer Sonderausgabe der Bietigheimer Zeitung aus dem Jahr 1994 zur Geschichte des Weinbaus und der Strombergkellerei.

1920 das erste Großprojekt

Schon im November 1920 ging die junge Genossenschaft an das erste Großprojekt. Das bis dahin gemietete Lagerhaus bei der Burg wurde für 30 000 Reichsmark gekauft. 1923 kam der Burgkeller, der von der Firma Amann und Söhne gepachtet wurde, hinzu. Damit waren zwar die räumlichen Bedingungen für einen genossenschaftlichen Weinverkauf geschaffen, doch die Geschäfte liefen schlecht. In diesem Jahr lieferten die Mitglieder 385 Hektoliter Wein an, und im Mai 1924 fand erstmals eine Weinversteigerung statt. Ergebnis: Es wurde kein einziger Liter Wein verkauft, die Genossenschaft musste letztendlich die Flaschen unter dem Einkaufspreis abgeben.

Nur zwei Jahre später: Im Herbst 1926 war der Jahrgang 1925 verkauft. 1928 bekam man durch die gemeinschaftliche Traubenannahme den Ausbau der Weine besser in den Griff. Bis dahin war der Ausbau jedem einzelnen Mitglied selbst überlassen, was zu Schwankungen in der Qualität führte. Für die Annahme stellte die Stadt Bönnigheim die Liebensteiner Kelter zur Verfügung, die Kosten für die Erstausstattung beliefen sich auf 5000 Mark. Diese Bemühungen führten dazu, dass ab 1931 keine Weinversteigerung mehr nötig war, man hatte sich einen kleinen, aber treuen Kundenkreis aufgebaut.

1935: 183 Traubenablieferer

Im Jahr 1935 hatte die Genossenschaft 538 Mitglieder, wovon 183 Trauben ablieferten. Die Fasskapazität lag bei 60 000 Liter. Die letzte größere Investition während des Zweiten Weltkrieges waren fünf Fässer mit 50 000 Liter Inhalt, die 1942 gekauft wurden. 1940 hatten die Wengerter nur noch 402 Hektoliter abgeliefert.

Gegen Ende des Krieges leerten die Franzosen die Bönnigheimer Weinkeller, kurz nach dem Krieg war ein eigenes wirtschaftliches Handeln nicht möglich. Der Grund: 1946 und 1947 wurden Genossenschaftsweine vom Wirtschaftsministerium bestimmten Händlern zugewiesen. 1948 erfolgte die Ausgliederung des Warengeschäfts aus der Genossenschaft. Im August beschloss man den Bau einer neuen Kelter am Burgplatz. 1962 wurden dann die Fusionsgespräche mit der 1941 gegründeten WG Kirchheim/Hohenstein erfolgreich abgeschlossen. Damit war der Grundstein für die Strombergkellerei gelegt. Im Jahr 1965 entschlossen sich auch die Hohenhaslacher Mitglieder mit ihrer 1951 gegründeten Genossenschaft zur Fusion mit Bönnigheim, 2002 kam die 1948 gegründete WG Erligheim zur Strombergkellerei.

Neues Betriebsgebäude

1966 konnte der erste Bauabschnitt des neuen Betriebsgebäudes auf einem 1,5 Hektar großen Gelände am Stadtrand von Bönnigheim eingeweiht werden, 1971/72 wurde die Traubenannahme mit einem Keller zur Vergärung der Moste von der Kelter am Burgplatz in die Cleebronner Straße verlagert. 1979 entstanden eine weitere Traubenabnahmestation und ein neues Kellerhaus, 1984 konnte mit weiteren Tanks das Lagervolumen von zwei Millionen Liter erweitert werden. 1991 erstellte die Kellerei einen Erweiterungsbau und erhöhte dadurch die Kapazität des Flaschenlagers auf 800 000 Flaschen.

Fusion trotz Weinstreit

Wirtschaftlich war es sicherlich die richtige Entscheidung, mit Blick auf die ganz frühe Geschichte des Weinbaus in Bönnigheim und Umgebung sorgte die Fusion der beiden eigenständigen Strombergkellerei und WG Brackenheim im Jahr 2012 zur Genossenschaft „Weingärtner Stromberg-Zabergäu“ aber durchaus für Heiterkeit. So schrieb Elisabeth Zipperlen im Enz- und Metterboten vom 21. Februar 1969: „Interessant ist ein 50-jähriger Weinhandelsstreit von 1727 bis 1776 im Zabergäu.“ Bönnigheim, Erligheim und die Hälfte von Cleebronn unterstanden in jener Zeit den Grafen von Stadion und dem Erzbischof von Mainz, während die anderen Zabergäu-Gemeinden württembergisch waren. Deshalb nahm Bönnigheim für sich den freien Weinhandel in Anspruch, während sich die württembergischen Gemeinden Brackenheim und Güglingen sich sehr benachteiligt fühlten, da sie ihren Wein viel billiger verkauften mussten.

„Die zu Bönnigheim, das für die Handelslandschaft in bequemer Lage liegt, befinden sich ungemein wohl, weil die Lasten der württembergischen Untertanen nicht zu tragen haben; sie ziehen allen Nutzen aus hiesigem Revier“, hieß es in einem Bericht aus dem Jahr 1731. Erst mit einer herzoglichen Resolution vom 18. April 1776, wonach die Kurmainzisch-Stadionschen Orte wieder zum Zoll verpflichtet wurden, konnte der Streit beendet werden. Allerdings, „wie überliefert, muss es noch eine geraume Zeit gedauert haben, bis sich die bewegten Gemüter der Weingärtner des Zabergäus mit den bevorzugten Bönnigheimern, Erligheimern und Cleebronnern ausgesöhnt hatten“, schrieb Elisabeth Zipperlen in ihrem Bericht 1969.

91-prozentige Zustimmung

Bei der Fusion 2012 hat der vor mehr als 280 Jahren ausgefochtene Weinstreit natürlich keine Bedeutung mehr. Mit jeweils mehr als 91 Prozent stimmten vor knapp sieben Jahren die Mitglieder der beiden Genossenschaften für die Bildung der „Weingärtner Stromberg-Zabergäu“, die momentan drittgrößte Weingärtnergenossenschaft in Württemberg mit einer Rebfläche von etwa 750 Hektar und rund 1150 Wengertern.

 bissle Fasching muss sei – Schorsch’s Büttenrede 2019

Bereits zum vierten Mal hat sich unser Schorsch am 2. und 9. Februar in der Bopparder Stadthalle vor jeweils 350 Zuhörern  in die rheinische Bütt’ begeben und den “Großkopferten dr Schädl gwäsche”. Jetzt am großen Faschingswochenende will sich das Schwäbische Lieder- und Geschichtenhaus am närrischen Treiben beteiligen und veröffentlicht hier Schorsch’s Büttenrede 2019:


Der schwäbische Landbot‘ hat wieder schweres Gepäck,
und dies nur zu dem einen Zweck,
den Schwachsinn in der Welt aufzuzeigen
unter dem wir Kleinen immer mehr leiden.
Griaß Gott und auch hellau,
ich sag‘s auch ganz genau:
Gott sei‘s gedankt, der Frohsinn steht nun ganz oben,
Gevatter Karneval, den woll‘n wir loben.
Was für eine Freud,
in einer Zeit,
in der Klugheit und Verstand,
nicht nur bei uns im Land,
wie‘s scheint, keine Bedeutung haben,
ja dies ist mit Recht nun zu beklagen.
Als Narr will ich mit spitzer Feder,
so richtig zieh‘n vom politischen Leder.
Schmerzhaft soll‘s für die Oberen sein,
ich hoffe, Euch wird es richtig freu‘n.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Liabe Freind, ich bin am Sinnieren,
wieso kann man mit fake-News tatsächlich regieren?
Der stroh-blond-blöde amerikanische Elefant
trampelt dabei brachial ond wenig elegant,
auch wenn‘s uns nicht gefällt,
durch alle Ecken unserer verletzlichen Welt.
„Amerika first“, so wird gebrüllt,
und damit seine Ego mächtig gestillt.
Für alle wird dies zur unerträglich Qual,
denn wie es andern geht, ist ihm scheißegal.
US-Minister verschwinden,
es wird schwer, noch kluge zu finden,
die dem White-House-Deppen, ja das ist zu beklagen,
mit Vernunft und Mut aus seinem Office zu jagen.
Es fehlt einfach der Verstand,
für die Welt und das wichtige Land,
nicht nur bei Trump.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Auf lnsel, da fühlen sie sich schlau
und so machen die Briten eine große Schau,
denn von Europa wollen sie bloss weg,
die Konsequenzen scheren sie einen Dreck.
Einfach nur fort, fort, fort,
Brexit ist das Zauberwort.
Warum? Das kann niemand so recht sagen.
Liabe Freind, ich höre schon die englischen Klagen,
alles wird teurer und recht schwierig.
Der Brite aber ist begierig,
sein Selbstbewusstsein uns zu zeigen.
Wir können uns da nur verneigen,
jetzt kam‘s im Parlament zum Schwur,
was zeigt, der Brite ist nur blöd und stur.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Weiblich ist die Politik, ihr gebt mir Recht:
Dreyer, Nahles und die Wagenknecht
Baerbock, Kipping und die Merkel Angela,
die Frauenpower ist hier längst schon da.
Wo man dies nun nicht so kennt?
Das im schwarzen Kontinent.
Doch jetzt, da war der Jubel groß
denn alle finden es famos:
die erste reine Frauen-Crew,
setzt jetzt den ersten Flugzeug-Clou.
Sicher und cool bewegten sie den Linienflieger,
und waren 2018 die weiblichen Sieger.
Doch fast zur gleichen Zeit,
war eine reine Männercrew so gar nicht bereit,
den Alkohol, den liebten sie zu sehr,
so zog man sie kurzer Hand aus dem (Flug)-Verkehr.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

So viele guat gelaunte Leut‘
die seh ich dadronta, was mich freut.
Die Stadthalle isch wieder gerammelt voll,
des isch wahrlich richtig toll,
doch au a bissle sonderbar.
Denn für die Deutsche Umwelthilf‘ isch eines klar,
der Feinstaub wird uns alle meucheln,
deshalb dehn se auch dia Dieselauto so verteufeln.
An Grenzwert henn se fix bestemmt
der onsr Wirtschaft so richtig hemmt.
Die 27 andere in der EU,
die schreiten derweil laut Juhu.
Ich bin dagegen recht verstört,
oder habt Ihr in anderen Ländern schon von Fahrverboten gehört?
Doch jetzt wird‘s komisch, das muss ich sagen
denn em nächsten Advent, werdet sie uns alle verklagen,
weil die vier Adventskranzkerzen
werden die halbe Bevölkerung ausmerzen.
Die bringen nämlich so viel Dreck,
des kann koiner von uns überleba – ach du Schreck.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Liabe Freind, ich habe frohe Kunde,
„gendergerecht“ ist in aller Munde.
Bin ich noch Mann, oder doch eine Frau?
Nach langem Grübeln, weiß ich‘s nicht genau.
O.K., ein Bart im Gesicht, das ist ein Zeichen,
um als Mann zu gelten, doch wird dies reichen?
Wer kann mit helfen, und macht mich kundig,
als Frau zu scheinen, wäre nämlich richtig pfundig,
nein, nicht statt Rotwein Prosecco zu schlürfen,
sondern auf einem Frauenparkplatz parken zu dürfen.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Es ist so viel Liebe jetzt in Berlin
deshalb wollte auch der Friedrich Merz dort hin.
Den Chefposten der CDU hat er nicht bekommen,
Krampp-Karrenbauer hat den Thron erklommen.
Das Mädle aus dem Saarland soll‘s jetzt richten,
s‘Angela übernimmt derweil nur noch Regierungspflichten.
Den Parteivorsitz-Rücktritt, hielt sie für besonders schlau,
doch aus der einst so starken Frau,
wurde so am politischen Firmament
ein verglühender Komet, der langsam verbrennt.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Auch der Horsti aus Bayern ist bald Geschichte,
doch besehen wir dies doch mal bei Lichte,
seine Lust an Krawall und Getöse
nimmt niemand mehr ernst, macht niemand mehr böse.
Seine Zeit ist nun endgültig vorbei,
was er sagt und tut ist allen einerlei.
Die Eliten der Politik
sollen einfach dahin zurück,
wofür das Wahlvolk sie bestimmt:
Ob eine sachliche Arbeit der Politik wohl künftig gelingt?
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Die SPD, die hält derweil still,
auch weil sie nicht weiß, was sie will.
Doch spätestens nach der Europawahl,
die wird für die Sozis sicherlich zu Qual,
werden sie die Messer wetzen
und die Nahles aus der Parteizentrale hetzen.
Es ist schon mehr als politische Ironie,
die einst so stolze Sozialdemokratie
ist nach allgemeiner Wählermeinung
leider nur noch eine Randerscheinung.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Jetzt hätte ich es fast vergessen,
es gibt ja noch die FDP, die wieder fast besessen,
sich um Dreikönig in Erinnerung bringt,
und lässig auf Hockern sitzend davon singt,
sie wäre zum Regieren jetzt bereit,
was ihre Anhänger mächtig freut
und diese fast schon elektrisiert,
blöd nur, dass dies sonst keine Sau interessiert.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Liebe Freind, ihr versteht es ganz gewiss,
dass zum nationalen Mückenschiss,
ich nun keinen Reim bemühe,
sie ist es einfach nicht wert, die braune Brühe.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Jetzt bleiben nur die Heilsbringer, die Grünen,
die sich redlich und mit Erfolg bemühen,
mit neuem Image die Wähler zu locken.
Denn nicht mehr Birkenstock, Müsli und selbstgestrickte Socken,
sind das grüne Markenzeichen
mit einem Luftschloss aus Realpolitik wollen sie die Wähler erreichen.
Doch halt, ihr Lieben lasst euch nicht blenden,
mit den grünen Ideen werden wir dort enden,
wo wir schon einmal waren in der Geschichte:
bei Ochsenkarren und Kerzenlichte.
Denn der ökologische Wahn,
stürzt nach dem grünen Plan,
unsere Autoindustrie ins Verderben.
Unsere Enkel und Erben
werden uns sicherlich verfluchen,
denn wenn sie künftig Arbeit suchen,
müssen sie, um den neuen Boss nicht zu vergrätzen,
nämlich perfekt chinesisch schwätzen.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Ach, wie haben wir uns gefreut,
und dann das Glotzen sehr bereut:
Bei der WM waren unsere Bürschle kläglich,
dass Gekicke war unsäglich.
Die Spieler waren müd und matt,
und vielleicht auch ziemlich satt.
Der Jogi ließ es auch nicht krachen,
und darf nun dennoch weitermachen.
Beim Siegen hielten wir uns vornehm zurück,
doch manche fanden doch ihr Glück,
beim Fotoshooting ohne Not,
präsentiert man sich gerne als Idiot.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Der Frânk, der Kicker-Ribery,
der zeigt sich dekadent wie nie.
Ein Foto postet er ganz ungeniert,
wie er nach dem gold‘nen Schnitzel giert.
Jetzt kriegt er eine Box mit viel Roche
doch nun tut ihm der Magen weh,
auf‘s Goldpapier war er doch sehr versessen
und hat es einfach mitgefressen.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Mit „Wintermärchen“ ist nun Schluss,
am Ende war’s ein großer Stuss.
Unsere Handball-Buben hatten wenig Glück,
die letzten Minuten brachen das Genick.
Dänemark das winzig kleine Land,
hält den Weltpokal in seiner Hand.
Und dennoch durfte man groß staunen,
der Schiri pfiff, es gab kein Raunen.
Zum Teil war es doch recht brutal,
den Spielern schien’s doch fast egal.
Schmerzen scheinen Handballer nicht zu kennen –
die Fußball-Profis sind dagegen Memmen.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Dicke Tränen, tiefe Trauer überall,
die Schlagershow, die wird zur Qual:
man singt von Gefühlen und Liebelei,
dabei ist die Zuneigung längst vorbei.
Man zeigt sich freundschaftlich und adrett,
des Geldes wegen, findet man sich noch nett.
Helene und Flori haben sich getrennt,
sie hat einen Neuen, der bei ihr pennt.
Oh Welt wach auf, es ist so weit, dass ich nun schnell
mit meiner Narren-Schelle schell! HELAU.

Ich sag’s Euch wieder klipp und klar,
wir freuen uns auf dieses Jahr,
Das Leben soll uns nichts vermiesen
mit Lust und Frohsinn werden wir’s genießen.
Was mir zum Schluss, nun wieder bleibt:
Ich wünsch Euch eine gute Zeit,
und einen frommen Wunsch will ich noch geben:
Macht’s gut mit unserem Herrgott seinem Segen. HELAU