Archiv der Kategorie: 8. Über onsern schwäbischa Tellerrand naus…

Von Zeit zur Zeit muas mr, was so passiert au mit spitzr Feder kommentieren.

Tobias Seyb in Coronazeiten musikalisch aktiv

Der Musiker Tobias Seyb ist von Beginn an ein wunderbarer Unterstützer des Kulturprojekts Bricklebrit. Unter anderem ist der Initiator und Macher der beliebten “Bricklebrit-Mitsingabend”, die so bald es die Landes-Hygienevordnung erlaubt, wieder freitags – dann im Erligheimer Bürgerhaus Vordere Kelter – angeboten werden.

Natürlich war auch er in den vergangenen Monaten von der Bühne vertrieben, aber im Studio dafür aktiv:

“Corona bedeutet für Musiker nicht nichts tun.
Es bedeutet keine Konzerte und dergleichen, was schon für sich ganz schön schwer fällt und dazu noch viele Künstler an die Grenzen ihrer wirtschaftlichen Existenz bringt. Aber wer auf die Idee käme, dass man da nur herumsitzt und auf bessere Zeiten wartet, täuscht sich. Wir sind immer noch für euch da und aktiv!

Und ich habe jetzt das große Vergnügen, mal eine ganz andere Facette meiner Arbeit weiter zu geben. Ende April, mitten in der unsichersten Zeit, konnten wir in Karlsruhe eine kleine Auswahl von musikalischen Leckerbissen mit dem Athos Ensemble aufnehmen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich etwas mit dazu beitragen konnte, mal nicht als Musiker, sondern als Tontechniker, und diese Musik möchte ich meinen Freunden und Bekannten nicht vorenthalten, denn das ist in dieser Qualität schon etwas Besonderes.

Ich freue mich schon sehr darauf, wenn diese wunderbaren Klänge wieder ihr Live-Publikum finden kann. Bis dahin wünsche ich euch viel Vergnügen mit diesen Aufnahmen.”


Hier nun der Link zum digitalen Gruße des “Ahtos Ensembles”:

Gradraus und andere Künstler spenden für Straßenkinder

Anke Hagner (Texte, Musik und Gesang), Christoph Kinkel (Musik, Gitarre, Bouzouki und Gesang), Michael Hammer (Gitarre, Bouzouki, Mundharmonika und Gesang), Patrick Haufe (Bass), Matthias Schock (Schlagzeug und Percussion), Andreas Stadelbacher (Saxophon) und Axel Hannemann (Percussion) – die sieben Musiker sind Gradraus. Die Akustik-Folkrock-Band aus dem Schwäbischen Wald hat nicht nur in der Vergangenheit das Publikum begeistert und wird dies (wenn’s bis dahin hoffentlich möglich ist) am 28. November im Wein- und Kulturdorf Erligheim erneut tun, zusammen mit elf anderen Künstlern hat Gradraus eine CD produziert, die Ende Oktober 2019 mit zwölf Liedern über Stuttgart erschienen ist und die gegen eine Spende abgegeben wurde.

Zusammengekommen ist die stolze Summe von 10.400 Euro, die jetzt an die EVA Stuttgart übergeben wurde für ihre Arbeit mit Kindern, die auf der Straße leben. An der Aktion haben sich Künstler aus Stuttgart und dem weiteren Umland beteiligt, darunter Frl. Wommy Wonder, Markus Zipperle, Honey Pie, um nur einige zu nennen. Organisiert hat das Ganze Buddy Bosch von den Muggabatschern, der mit seiner Gruppe natürlich auch auf der CD vertreten ist. Den Künstlern war es wichtig, zu zeigen, was man erreichen kann, wenn viele Menschen an einem Strang ziehen – statt gegeneinander in Konkurrenz zu treten. Und so hat jeder Künstler seinen Song kostenfrei für das Projekt zur Verfügung gestellt und die CD jeweils bei seinen Auftritten und im Umfeld angeboten. Der gesamte Erlös kam in den Spendentopf.
Wie die hohe Spendensumme zeigt, wurde das Projekt sehr gut angenommen und hätte nicht der Lockdown weitere Auftritte verhindert, wäre sicher auch noch mehr zusammengekommen.

Die Lieder auf der CD sind eine herzliche, aber nicht unkritische Liebeserklärung an „unser“ Stuttgart. Mit Bedacht haben die Künstler sich für die EVA Stuttgart als Empfänger entschieden. Das Geld kommt damit der Arbeit mit Straßenkindern zugute. Wie wichtig intensive soziale Arbeit ist, wurde gerade in den letzten Wochen überdeutlich – und dass es im reichen Stuttgart Kinder gibt, die kein Zuhause haben, ist eine Tatsache, die vielen nicht bekannt ist. Die EVA leistet hier wichtige Basisarbeit, die unbedingt Unterstützung verdient.

Aus der ersten Auflage der CD sind noch ein paar Restexemplare übrig, die nach wie vor bestellt werden können und die – sobald das kulturelle Leben wieder losgeht – von den Künstlern auch wieder bei Live-Events abgegeben wird. Bestell-E-Mail an: info@stuttgart-cd.de.

Mit Orden belohnt

Inzwischen im fünften Jahr war unser “Schorsch” wieder als Schwäbischer Landbote an zwei Samstagabenden in der ausverkauften Bopparder Stadthalle in der rheinischen Karnevalsbütt’.  Es unterstützt damit auch die freundschaftliche Verbundenheit zwischen “Bricklebrit” und der 1955 gegründeten Karnevalsgesellschaft “Schwarz-Gold Baudobriga Boppard”.


Wer will,  kann hier die Büttenrede 2020 nachlesen:

Liabe Freind,
Es war ein Jahr,  grad’ zum vergessen,
sind vielen Fake-News aufgesessen.
Viel Irrsinn haben sie gemacht,
er wurd‘ gezündelt, es hat gekracht.
Ich muss es ehrlich Euch bekennen,
es fällt mir schwer, es spaßig zu benennen.
Doch nun auch im fünften Narrenjahr,
das ist für mich natürlich sonnenklar,
ist‘s Privileg und große Ehr‘ für mich als Schwab,
dass ich die Bütt in Boppard heut‘ für mich hab.
Wir leben in verrückten Zeiten,
Vernunft scheint allen zu entgleiten.
Zu wenig Hirn, das muss ich Euch jetzt sagen
Ist aller Orten zu beklagen.
Hab‘ viel überlegt und schnell notiert,
will ich Euch erklären was passiert.
Lehnt Euch zurück und bleibt gerne wach,
werd‘ nun berichten von mancher krassen Sach‘.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir leben in einer närrischen Zeit,
da ist die Regierung nicht mehr bereit,
ja, das muss ich Euch enthüllen,
ihr Tagwerk zuverlässig zu erfüllen.
Nur noch den großen weltpolitischen Fragen
geht unsere Bundes-Angela an den Kragen.
Beim täglichen Regieren fällt sie gar nicht mehr auf,
Rückzug und Abschied nehmen nur langsam ihren Lauf.
Doch zum Glück hatten das Land und die C-Partei
bis Montag das saarländische Heiopei.
Nach AKK stellt sich nun die Frage – verdammt,
sind wir schon bereit für einen Mann im Kanzleramt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Der Innenminister, wie heißt er doch gleich?
Ach ja der Seehofer, der ist auf dem Abstellgleis.
Und auch sei Parteikollege Scheuer,
ein Steuergeld-Verbrenner, einfach ungeheuer.
Derweil köpfen die Sozis den Scholz, ihren besten Minister,
und propagieren alte Ideen, wie die Philister:
„Eine schwarze Null“ in den Finanzen,
das finden sie doof, und lassen den Scholz einfach tanzen.
Darüber hinaus werden wir mit Mittelmaß gequält,
denn die SPD hat zwei Namenlose zur Parteispitze gewählt.
Nach dem Beben in der CDU
geben sie Ratschläge, das ist der Clou,
wir wissen genau, was bald passiert,
beim nächsten Stürmchen werden auch sie rasiert.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Das Tollhaus auf dem politischen Parkett,
wird durch die beiden Grünenchefs komplett.
Für was die beiden stehen, das ist nicht bekannt,
doch schaffen sie es ganz elegant,
mit Freundlichkeit und ganz viel Lächeln
dem Wahlvolk Zufriedenheit zuzufächeln.
Bei so viel Sympathie vergisst man gerne
Persönliche Freiheit, die liegt in weiter Ferne.
Von ihrer Selbstdarstellung sind sie ganz entzückt,
wir werden dabei mit Gängeleien beglückt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Was für einen Zirkus müssen wir erleben,
die Welt erlebt ein grausig‘ Beben.
Rechthaberei, das ist das Zauberwort
Respekt, der fehlt an jedem Ort.
Vernunft, die bleibt wohl auf der Strecke,
die Zuversicht zeigt sich als lahme Schnecke.
Was müssen wir von bösen Buben hören,
und auch von Messias gleichen Gören,
die Keile schlagen zwischen Jung und Alt.
Das lässt mich wirklich nicht mehr kalt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttichen Narren-Schell‘. HELAU

Bin ein wenig weise, mit nun 62 Jahr‘,
geschmückt mit alluminium-blonden Haar
so steh ich vor Euch in der Bütt der Narren,
und muss nun berichten von einem Karren,
der tief im Dreck der Extremen steckt,
denn statt Zuhören, werden die Messer gebleckt.
Vorwürfe werden posaunt, ganz ungeniert
und Ideen mit Vernunft einfach ignoriert.
Man sehnt sich nach Zeiten zurück,
als man gestritten hat um das gemeinsame Glück.
Ich konstatiere hier nun ganz verstört,
nur noch unflätige Schreihälse, die werden gehört.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttishen Narren-Schell‘. HELAU

Als vierfacher Opa bin ich nun eine „Umweltsau“,
und Gretel spricht vom Zukunfts-Klau,
den wir als Alte zu verantworten haben.
Das verblendete Mädle schaufelt damit einen tiefen Graben,
zynisch von anderen gedrängt und eiskalt,
zwischen bisher sich liebenden Jung und Alt.
Auch wir haben in den 70er-Jahren demonstriert
und unsere idealistischen Forderungen formuliert.
Haben gekifft und die freie Liebe gewollt,
und dennoch den Alten den nötigen Respekt gezollt.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Man hört, die Welt geht unter und steht bald still,
wenn man der medialen Propaganda glauben will.
Wie gut, dass unsere Politik-Elite daran schafft,
und zwar mit aller ihrer Kraft,
dass unser kleines Heimatland,
wie es scheint mit wenig Verstand,
das Weltklima im Alleingang zu retten,
und legt dabei unsere Industrie in Ketten.
Das, was uns Wohlstand und Steuergelder bringt,
wird von der Politik gelinkt.
Mit größter Wonne und Macht
Zerstört man die Autobauer, so dass es kracht.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir sind beseelt, von Autos, den elektrischen,
ich krieg von so viel Dummheit, Flecken, die hektischen.
Strom braucht man zum Laden, in rauen Mengen,
doch wo dieser herkommt, kann ich nicht erkennen.
Schließlich hat man mit schneller Hand,
unsere Kernkraftwerke in den Orkus verbannt.
Den Braunkohlestrom, haut man oh Wonne,
auch noch schnellstmöglich in die Tonne.
So bleibt nur der Strom von der Sonne, der guten,
die wird hoffentlich die Dächer fluten.
Rettet der Windstrom die ganze Idee?
ich glaube nicht – aber es wäre schee.
So werden wird halt aus Rumänien und Polen
uns den nötigen Atomstrom holen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Ein Blick zu den Brüdern und Schwestern im ehemaligen Drüben,
der tut mir schon recht die Seele betrüben.
Seit drei Jahrzehnten haben sie Freiheit und dürfen wählen,
und jetzt erlauben sie, uns mit der AfD zu quälen.
Zukunftsideen, die findet man bei den Braunen nicht,
nur die Trumpfkarte Propaganda, die sticht.
Die gewinnen mit Nazi-Ideen und Hass,
dass dies von hier wieder kommt, ist unendlich krass.
Was sich aber CDU und FDP erlauben,
das muss einem den Atem rauben.
Mit den Stimmen der AfD wählen sie einen Ministerpräsidenten
Ohne letztendlich zu bedenken:
man macht sich nicht gemein – und zwar nie
mit Faschisten und Feinden unserer Demokratie.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Bezahlbare Wohnungen sind ganz schön rar,
man müsste viel Bauen, das ist sonnenklar.
Doch niemand hat dazu große Lust,
vielmehr gibt es bei Investoren großen Frust.
Man müsste Bauherren locken, damit sie Wohnungen bauen,
doch die sozialistische Planwirtschaft muss am zuerst verdauen.
In Berlin gibt es nun einen Mietpreisdeckel,
eine Idee von wirklich blöden Seckel.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Wir Deutschen sind ein komisch‘ Völkchen,
den selbst beim kleinsten Bedrohungs-Wölkchen
verfallen wir ganz selbstverständlich
in eine Panik und sind ängstlich.
Rinderwahnsinn oder Schweinegrippe
Wir sah’n uns gleich als siechendes Gerippe.
Auf jede noch seine kleine, weltweite Gefahr,
mediengehypt und nicht ganz wahr.
werden wir sogleich unendlich panisch,
so macht uns auch das Corona-Virus manisch.
Glaubt es mir, lasst Euch nicht blenden,
auch diesmal werden wir nicht im Siechtum enden.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Nach Auto, Kohle und auch Strom aus Atom,
ich vermut‘, ihr ahnt es schon,
werden unsere Bauern nun angeklagt,
zu widersprechen kaum einer wagt.
Jahrhunderte mit Müh und Plage
bestellten sie Felder und zwar alle Tage.
Uns ging es gut und wir wurden satt,
jetzt macht man unsre Landwirtschaft platt.
Unsre Versorgung ist nicht mehr wichtig,
konventionelle Landwirtschaft nicht mehr richtig.
Biologisch-dynamisch werden wir alle beglückt,
der Verstand einfach zur Seite gerückt,
wir tappen ohne Not in die Weltretter-Falle,
denn die Früchte des Ackers reichen nicht mehr alle.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Es ist vollbracht und kaum zu glauben,
was taten uns die Briten Nerven rauben.
Auf ihrer Insel haben sie sich jetzt vergraben,
das ist gut so, ich will sie auch nicht mehr haben.
Niemand braucht diese Inseltrollen,
mit Königkinder, die nicht royal sein wollen,
und der Prinz Andrew, der meint im TV er sei schlau,
dabei ist er nur eine Kinderschänder-Sau.
Was England macht ist mir nun einerlei,
mit größten Freuden sag‘ ich: Goodbye.
Jetzt werden alle die Messer wetzen,
und durch unzählige Beratungen hetzen,
EU und Briten haben nun ein Ziel,
jeder will wirtschaftlich den allerbesten Deal.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU
Es ist schwer, Trumps Dummheit komplett zu enthüllen,
das würde schließlich viele Seiten füllen.
Seine Freundschaft mit dem nordkoreanischen Rocketman,
ist was, was man getrost vergessen kann.
So richtig blöd war auf jeden Fall sein Plan,
ich sag’s Euch, er hat es wirklich so getan:
Ganz Grönland wollte er mit viel Dollars ersteigern,
und kann nicht verstehen, dass die Bewohner sich weigern.
Die Amis, die finden den Donald klasse,
schließlich klingelt bei den Reichen so richtig die Kasse.
Er lügt und betrügt, ist dabei den Weltfrieden zu vergeigen,
derweil sich seine Parteifreunde vor ihm verneigen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Zum guten Schluss ein kurzer Blick,
auf die Hautevolèe zurück.
Arroganz, Ideen und die Modewelt,
das war der Kosmos von Karle Lagerfeld.
„Wer Jogginghosen trägt“, dies hat er auserkoren,
„der hat die Kontrolle über sein Leben verloren“.
Nun ja, ich will mich gnädig geben,
er hatte doch ein erfülltes Leben.
Schiffer, Kidman oder de la Fressange, das waren seine Musen,
eine Katze am Abend blieb ihm zum Schmusen.
Viel Vermögen hat er der vermacht,
habe selten so über seine Dekadenz gelacht.
Auch ohne Schlabberlook und mit steifem Kragen,
muss er am Ende doch den Kontrollverlust beklagen.
So läute ich ganz schnell
Mit der spöttischen Narren-Schell‘. HELAU

Ich sag‘s Euch auch heute wieder klipp und klar,
wir freuen uns auf dieses Jahr,
Das Leben soll uns nichts vermiesen
mit Zuversicht sollen wir‘s genießen.
Was mir zum Schluss, nun wieder bleibt:
Ich wünsch‘ Euch eine gute Zeit,
und einen frommen Wunsch will ich noch geben:
Macht’s gut mit meinem närrischen Segen. HELAU

Stille!

Mit einstimmigem Beschluss des Vorstands unseres Vereins “Das Bricklebrit e.V. – 1. Mundart-, Lieder- und Geschichtenhaus” haben wir festgegelegt, alle öffentlichen Veranstaltungen im (fast fertig gestellten) Domizil im Dammweg  bis Mitte Dezember 2019 abzusagen.

In aller Stille werden wir das noch nicht abgeschlossene Umnutzungsverfahren abarbeiten.

Stille ist aber auch deshalb geboten, weil es inzwischen persönliche Anfeindungen gab, die unter anderem in einem Versuch meine berufliche Reputation zu beschädigen (glücklicherweise erfolglos) gipfelten. Begleiterscheinungen, die nicht akzeptabel und vor allem völlig unverständlich sind.

Denn, was wollen wir vom Verein “Das Bricklebrit e.V.”?

Wir wollen ein Kulturprojekt weiterentwickeln, welches wir mit hohem persönlichen Engagement aller Mitglieder selbst finanzieren, unter unserem Motto:

Kultur macht glücklich, bei uns findest Du dieses Glück.

Für alle Kritiker unseres Projekt hier nochmals unsere Präambel, die unsere ehrenamtliche Arbeit stetig begleitet und unser Ansporn ist:

“Mit Kleinkunscht, Lesungen, Musik, Schauspiel, Austellungen, Mitmach-Abenden und andre Aktiona wellet mir onsrer schwäbischa Identität, Kreativität ond Vielfalt a Hoimat geba. Mir wellet onser wondrbare Mundart ond onser schwäbisches Lebensgfühl gemeinsam pflega, ond send drbei weltoffa ond freuet ons uff Neues – so wie mir Schwâbe eba scho emmer send.”
Jürgen Kunz, November 2019

Ein Lob (in schwierigen Zeiten) tut immer gut…

Liabe Freind, das tut schon gut in den schwiergen Zeiten: ein “Löble” aus dem baden-württembergischen Staatsministerium. Nach der Mundart-Konferenz hat “dr Schorsch” Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Kulturprojekt Cafe-Bricklebrit in einem Brief vorgestellt. Jetzt kam die Antwort:

“…es ist sehr zu begrüßen, dass Sie selbst aktiv geworden und in ,schwäbischer Mission’ unterwegs sind und über Ihre Lesung sowie Ihre Kolumne hinaus das schwäbische Kulturhaus Cafe-Bricklebrit gegründet haben. Für Ihr großes Engagement danke ich Ihnen und wünsche dem Cafe-Bricklebrit weiterhin viel Zuspruch und Erfolg…”

Der Neckar- und Enzbote bleibt am Ball

Die Lokaljournalistin Beate Volmari bleibt mit ihrer Berichterstattung im Neckar- und Enzboten (Ausgabe von Freitag, 31. Mai 2019) weiter am Ball:


Nicht vergessen: An diesem Samstag, 1. Juni, 20 Uhr, kommen Liederhannes mit „Schwäbisch g’sunge“, unterhaltsam, witzig, spöttisch, frech, zu uns in die Wagenhalle des Cafe-Bricklebrit.

Plätze (15 €) könnt Ihr auf unserem Tickettelefon 0157-74236481 (AB und NEU: whatsapp-Nachricht) oder per E-Mail info@das-bricklebrit.de reservieren oder direkt bei unserem Partner kaufen:

Ein Blick hinter die Kulissen

Ein Walheimer stellte in einem Leserbrief im Neckar- und Enzboten die Frage, wie es denn mit privaten Finanzierung von Kultur im Cafe-Bricklebrit wirklich aussehe. Nun ja, jeder, der sich ein wenig mit Kulturarbeit auskennt weiß, es ist immer eine große Herausforderungen diese zu finanzieren. Im Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhaus ist diese Herausforderung noch höher, aber umso reizvoller, da wir nach wie vor auf öffentliche Förderungen verzichten, um unsere Unabhängigkeit zu bewahren.

Natürlich haben wir die vom Leserbriefschreiber gestellten Fragen so weit als möglich in einem persönlichen Schreiben an ihn beantwortet. Wir denken aber, wir gewähren diesen Blick hinter die Kulissen allen unseren Freunden und Gästen und veröffentlichen hier den Brief:


Ich denke, als ebenfalls selbstständiger Unternehmer haben Sie dafür Verständnis haben, dass ich keine exakte Firmenzahlen öffentlich kommunizieren kann und werde. Dennoch möchte ich so weit wie möglich Ihren Informationswunsch erfüllen.

  • Als wir vor mehr als zweieinhalb Jahren die Umsetzung des Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhauses angingen, gab es zunächst außer der Idee und einer Konzeption nichts. Für Inventar und Ausstattung war es also als ersten Schritt nötig einen mittleren 5-stelligen Betrag aus dem privaten “Geldbeutel” dafür zu investieren.
  • Um unsere Kleinkunstbühne betreiben zu können, sind monatliche Fixkosten für Miete (ja, wir bezahlen Miete), Strom (Heizung), Versicherungen, Telekommunikation und Beträge zu Pflichtmitgliedschaften (u.a. Dehoga und Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst) im unteren 4-stelligen Bereich zu finanzieren.
  • Rund 100 Veranstaltungen im Jahr. Davon sind mehr als Hälfte Veranstaltungen, für die wir keinen Eintritt verlangen (Stichwort: Mitmach-Freitage, aber auch Veranstaltungen von örtlichen Vereinen und Organisationen, denen wir die von uns gemieteten Räume kostenlos zur Verfügung stellen). Die dabei entstehenden Aufwendungen finanzieren wir mit aus den Erlösen der “Künstler”-Veranstaltungen. Aus den Eintrittsgeldern werden außerdem zunächst die Gagen der Künstler finanziert, darüber hinaus fallen keine unerheblichen Kosten für GEMA, Werbung, Ticketvorverkauf etc. an.
  • Um eine solches kulturelles Angebot letztendlich finanzieren zu können, sind die Einnahmen aus der Gastronomie zwingend nötig.

Wie Sie sehen können, ist ein privat finanziertes Kulturprojekt finanziell eine aufwändige und komplexe Aufgabe. Wir beschweren uns nicht darüber, ganz im Gegenteil, es war uns bewusst, dass außer der Leidenschaft für die Kultur und einem hohen zeitlichen Aufwand (in der Regel sind wir an jedem Wochenende, neben unserem Beruf, der uns ernährt, im Cafe-Bricklebrit im Einsatz) eben auch eine professionelle Herangehensweise bei der Finanzierung dazu gehört.

Ich kann Ihnen versichern, dass die Freude, die wir unseren Gästen mit unserem Angebot geben können, im Augenblick und sicherlich über etliche Jahre hinaus genug Lohn sein muss.

Gerne lade ich Sie dazu ein, einmal bei uns vorbeizukommen (vielleicht an einem der eintrittsfreien Mitmach-Freitage), dann stehe ich Ihnen gerne – wenn es meine Zeit als “Küchenbulle” erlaubt – für weitere Antworten zur Verfügung.

Meilenstein in einer Dorfgemeinschaft

Liabe Freind, in der heutigen Ausgabe berichtet die Bietigheimer Zeitung über die Situation des Cafe-Bricklebrit in der Walheimer Alten Kelter. Was mich tief bewegt und beeindruckt, sind die Solidaritätsbekundungen (per FB, telefonisch, im persönlichen Gespräch) aus der Bevölkerung. Das habe ich tatsächlich so nicht erhofft. Eher eine kleine Randnotiz in der BZ-Berichterstattung, ist die Bereitschaft des Walheimer Kleintierzuchtvereins unser Kulturprojekt in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. In der Zeitung eine Randnotiz, für uns ein Meilenstein in einer Dorfgemeinschaft und eine nicht zu beschreibende Motivation weiterhin mit großer Leidenschaft Kultur für und mit der Bevölkerung zu machen.

Jetzt freuen wir uns auf heute Abend (20 Uhr), und werden gemeinsam den Bricklebrit-Vinylabend mit DJ Dieter Bröckel erstmals in der Wagenhalle feiern.


Das Cafe-Bricklebrit ist und bleibt: ein wundervolles, erfolgreiches Kulturprojekt

Liabe Freind, wer lesen will, kann erkennen, welchen Stellenwert unser Kulturprojekt mit inzwischen jährlich rund 100 selbst finanzierten Veranstaltungen und mehr als 3500 Gästen bei den Verantwortlichen in der Gemeinde hat.
 
Wir werden kein Öl ins Feuer gießen, wir haben aber viel nachgedacht, viel reflektiert und sind letztendlich zur der Erkenntnis gekommen, das die fest geplante Weiterentwicklung (u.a. mit eigenen Produktionen) des Cafe-Bricklebrit in Walheim wohl schwierig wird.
 
Wir haben kein Interesse an kommunalpolitischen Auseinandersetzungen, wir wollen uns aber auch nicht immer wieder dafür rechtfertigen, was wir mit großer Leidenschaft und immensem Aufwand machen, wir wollen einfach ein vielfältiges Kulturangebot verwirklichen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
Ein Versprechen können und wollen wir Euch aber geben: Das Schwäbische Lieder- und Geschichtenhaus wird es ohne wenn und aber weiter geben. Nur so viel: Entsprechende Gespräche laufen. Bis es soweit ist, werden wir unsere Veranstaltungen und auch unsere inzwischen recht beliebten Mitmach-Freitage eben in unserer Wagenhalle durchführen.
 liab’s Griaßle Euer Jürgen

Hier nun der Artikel im Neckar- und Enzboten vom 22. Mai 2019 zum Nachlesen:

Danke, danke, danke

Liabe Freind, was für ein Tag. Ganz uffgregt henn mr heut’ Morga onser Seiten-Statistik uffgruffa. Ond was soll ich sage? Seit November 2016 hat unser Homepage jetzt mehr wia 700.000 Seitenaufrufe. Wie scheee.


Vielleicht hat nun jemand große Lust bekommen, dieses große Interesse an unserer Seite www.cafe-bricklebrit.de für seine Marketingaktivitäten zu nutzen, und dabei das wunderbare Kulturprojekt “1. Schwäbisches Lieder- und Geschichtenhaus” finanziell zu fördern. Wir sind für viele Ideen aufgeschlossen. E-Mail: info@das-bricklebrit.de